Discussion – 

0

IT Strategie: die 4 wichtigen Entwicklungsphasen

Die digitale Transformation hat dazu geführt, dass die Informatik heute in den meisten Unternehmen ein zentrales Element ist. Die Digitaltechnik hilft dabei, die unternehmerischen Aktivitäten an den fixierten Zielen auszurichten. Mithilfe einer IT Strategie können beispielsweise operative Entscheidungen vereinfacht, die Leistungsfähigkeit gesichert oder gar verbessert, Sicherheitslücken erkannt werden u. v. m. All diese Dinge helfen wiederum dabei, sich von der Konkurrenz abzuheben. Die IT-Strategie liefert einen detaillierten Plan, wie das Unternehmen mithilfe der IT-Infrastruktur die Unternehmensziele erreichen will. Lesen Sie hier, wie man eine solche Strategie erfolgreich entwickelt.

Phase 1: Ist-Analyse

Bevor man eine IT-Strategie entwickelt, sollte man die unternehmerischen Zielsetzungen definieren. Diese müssen dem SMART-Prinzip entsprechen, das heißt, sie müssen spezifisch (specific), messbar (measurable), erreichbar (achievable), relevant (relevant) und zeitgebunden (time-bound) sein. Ohne konkrete Zielsetzungen ist es unmöglich, eine wirksame IT-Strategie auszuarbeiten. Als Nächstes untersucht man, auf welchem Stand die Digitaltechnik des Unternehmens derzeit ist. Auf diese Weise erkennt man Stärken und Schwächen und kann daraus Verbesserungsmöglichkeiten ableiten. In diesem Zusammenhang sollten Sie verschiedene Aspekte bewerten.

Überprüfen Sie die Prozessreife, also den Status jedes IT-Vorgangs, wie das Fallmanagement, die Reaktionszeit bei Problemen, die Softwareentwicklung. Bewerten Sie für jeden Geschäftsbereich die IT-Systeme, Anwendungen und Plattformen. Untersuchen Sie weitere Punkte wie Methodik, Struktur, Fähigkeiten, Infrastruktur, IT-Sicherheit sowie die Zielerreichung im Rahmen der IT-Governance.

Phase 2: Definition der IT Strategie

Um eine neue IT Strategie festzulegen, müssen Sie eine Gap-Analyse (Lücken-Analyse) erstellen, indem Sie abgleichen, inwiefern die Unternehmensziele mit dem vorhandenen Computernetzwerk erreicht werden können und wo gegebenenfalls Abweichungen bestehen. Um diese auszumerzen, werden Lösungen gesucht und auch solche Ansätze berücksichtigt, die von anderen Unternehmen bereits eingesetzt werden.

Auf dieser Basis erstellen Sie mehrere Szenarios, in denen Sie die notwendigen IT-Ressourcen, die damit verbundenen Kosten und den Bedarf an Arbeitskräften bewerten. Ihr Plan sollte alle Punkte umfassen, die zu einer IT-Strategie gehören. Das sind:

  • das zukünftige digitale Geschäftsmodell,
  • die Einführung neuer Technologien,
  • neue Tools und Methoden,
  • die Neugestaltung der IT-Prozesse,
  • die Personalbeschaffung,
  • das Lieferantenmanagement,
  • die IT-Governance usw.

Die Säulen einer effizienten IT-Strategie sind von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich und hängen von den definierten Zielen ab. Entwickeln Sie also einen Plan mit den interessantesten Lösungen im Hinblick auf Qualität, Kosten oder einfache Handhabung für Ihr Unternehmen.

Phase 3: Bewertung & Planung

In dieser Phase werden die Szenarios bewertet und die Ressourcen bestimmt, die für die verschiedenen Varianten notwendig sind. Je nach den Zielvorgaben und den verfügbaren Mitteln wird die eine oder andere IT-Strategie bevorzugt. Anschließend erstellen Sie eine präzise Roadmap für die Umsetzung. In dieser Roadmap sind alle Informationen über die anfallenden Kosten, den operativen Zeitplan und die notwendigen Ressourcen enthalten.

Bei der Umsetzung der IT Strategie müssen Sie die erhaltenen Ergebnisse messen und überprüfen, ob die vorgegebenen Ziele erreicht wurden. Dabei sollten Sie sich auf präzise Leistungsindikatoren (KPI, Key-Performance-Indicators) wie Absatz, Zeitbedarf, Kosten, Cyber-Attacken, Pannen usw. stützen.

Wenn das Ergebnis nicht den Erwartungen entspricht, bedeutet das, dass die IT-Strategie optimiert werden muss. Auf der Basis dieser Auswertungen kann man Benchmarks für die Mitarbeiter definieren, um bestimmte Monats-, Quartals oder längerfristige Ziele zu erreichen.

Phase 4: Überprüfung & Feedback

Im letzten Schritt geht es darum, von der Führungsriege ein Feedback zur Strategie  zu erhalten. Dafür werden die wesentlichen Punkte der entwickelten IT Strategie und die Roadmap zusammengefasst und den Stakeholdern zur endgültigen Freigabe vorgelegt. Beteiligt sind in diesem Fall die Entscheidungsträger des Unternehmens, wie der Geschäftsführer, der Verwaltungsrat, die IT-Leitung usw.

Das Team, das für die Entwicklung der IT-Strategie verantwortlich ist, muss diese umfassend präsentieren können. Die Führungskräfte der IT geben üblicherweise bereits ein Feedback, bevor der IT-Rahmenplan endgültig genehmigt wird. Die Beteiligten müssen also offen für Kritik und Ratschläge im Hinblick auf das ausgearbeitete Strategiemodell sein.

Sowohl Klein- als auch Großunternehmen benötigen eine zielführende IT-Strategie, um ihre digitale Transformation zu verbessern. Auf diese Weise können Aktivitäten schneller umgesetzt und gleichzeitig die Kosten optimiert werden. Dank dieser Managementtechnik wissen sowohl die Führungskräfte als auch die Mitarbeiter, welche Rolle sie innehaben, damit die Ziele erreicht werden.

Wenn in Ihrem Unternehmen nicht das notwendige Know-how vorhanden ist, um eine gute IT-Strategie auszuarbeiten, können Sie diese Leistung outsourcen. Externe IT-Experten begleiten Sie dann bei der Entwicklung der IT Strategie. Sie können Ihnen auch Leistungen wie ein Audit, die Implementierung des Plans, die Wartung des IT-Systems u. v. m. anvertrauen.

Marielle Gantenberg

Marielle ist als Country Managerin verantwortlich für unsere DACH-Kunden. Sie unterstützt CIOs und HR-Leiter bei der Optimierung der Technologieakzeptanz und der Verbesserung von Geschäftsprozessen. Mit einer Leidenschaft für Innovation schreibt sie regelmäßig über Themen wie die Digitalisierung von HR-Prozessen und die Optimierung von ERP/CRM-Systemen. Entdecken Sie ihre Artikel im Blog von Goldfuchs Software für praktische Einblicke und maßgeschneiderte Lösungen für Ihre technologischen Herausforderungen.

Sie können auch mögen