Weltweit haben Unternehmen in Folge der COVID-19-Pandemie gezwungenermaßen in die digitale Transformation und Unternehmenssoftware investiert. Ein echter Wachstumsmotor: Die durchschnittliche Anzahl an genutzten SaaS-Anwendungen stieg von 137 im Jahr 2019 (Quelle: Zendesk) auf 288 SaaS-Tools im Jahr 2021 (Quelle: Blissfully).
Nach der Pandemie erleben Unternehmen eine grundlegende Veränderung ihrer Geschäftsprozesse – sowohl physisch als auch digital. Warum also nicht auch die Kriterien zur Messung des Software-ROI im Jahr 2025 weiterentwickeln?
Bei Goldfuchs Software sind wir überzeugt, dass moderne Softwarelösungen auch moderne Methoden zur Berechnung des Software-ROI erfordern. Lassen Sie uns das Thema näher betrachten.
Was ist Software-ROI?
Software-ROI (Return on Investment) misst den finanziellen und operativen Nutzen von Unternehmenssoftware und digitalen Tools. Die Berechnung berücksichtigt Faktoren wie Nutzerleistung, Softwareprojekte, automatisierte Prozesse, Berichterstattung, Datenanalyse und vieles mehr.
Ein Unternehmen stellte fest, dass falsch genutzte oder ungenutzte Beschaffungssoftware zu einem jährlichen Verlust von 15 Millionen € führte. Der Hauptgrund? Fehlende Schulungen und eine schwierige Software-Bedienung – zwei wesentliche Faktoren für einen negativen Software-ROI.
Goldfuchs Software client survey
Wie kann man den Software-ROI messen?
Der ROI ist eine Kennzahl zur Bewertung der Effizienz einer Investition (Investopedia). Die grundlegende Formel lautet:
(aktueller Wert der Investition – Investitionskosten) / Investitionskosten

Doch zwei Probleme bleiben: Erstens ist die Berechnung des ROI oft komplex und ungenau. Zweitens ist der aktuelle Wert der Investition nicht immer eindeutig messbar. Deshalb erfordert moderne Unternehmenssoftware auch einen modernen Ansatz zur Bewertung des ROI.
Je nach Unternehmensbereich und Funktion benötigen Sie verschiedene Kennzahlen, um den geschätzten Einfluss Ihrer Investitionen zu belegen.
Moderne Methoden zur Berechnung des Software-ROI
Unterschiedliche Abteilungen nutzen verschiedene Softwarelösungen und erheben unterschiedliche ROI-Kennzahlen. Entscheidend ist die Frage: Was bedeutet Software-Erfolg für Ihr Unternehmen?
Einige wichtige Überlegungen:
- Welche Rolle spielt die Software bei der Erreichung der Unternehmensziele, KPI oder OKR?
- Wie unterstützt sie Geschäftsprozesse und Nutzerbedürfnisse?
- Welche quantitativen und qualitativen Kennzahlen helfen bei der Erfolgsmessung?
Software-ROI nach Abteilung
1. HR & Personalmanagement
HR-Software wie Cloud-basierte HRIS-Systeme hilft, Personalprozesse zu optimieren. Zur ROI-Messung können Sie folgende Kriterien heranziehen:
✅ Erfüllung geschäftlicher HR-KPIs
- Verbesserte Datenverwaltung und -zugänglichkeit
- Genauigkeit von Mitarbeiterberichten
- Effiziente Gehaltsabrechnung
- Reduzierte Eingabefehler
- Optimierte Recruiting-Prozesse
- Verbesserte Onboarding-Qualität
- Gesteigerte Mitarbeiterzufriedenheit (NPS)
- Niedrigere Fluktuation
✅ Erfüllung individueller HR-Ziele
- Zeitersparnis durch Automatisierung
- Mehr Fokus auf strategische Aufgaben
- Mehr Selbstständigkeit der Mitarbeiter im HRIS
2. Learning & Development (L&D)
Unzureichende Schulungen und fehlende digitale Adoption führen oft zu einem negativen Software-ROI. Typische Ursachen:
❌ Fehlende oder ineffiziente Schulungsprozesse
❌ Falsche Nutzung von Software
❌ Hohe Fehlerquoten
❌ Unterschätzte Software-Funktionen
❌ Software-Abwanderung durch mangelnde Akzeptanz
Wie messen Sie den ROI von L&D-Software?
✅ Nutzung von Trainingsinhalten und digitale Adoption
✅ Trainingsergebnisse (z. B. Abschlussrate, Zeit pro Modul, Testergebnisse)
✅ Support-Anfragen (Häufigkeit, Wiederkehrende Anfragen, Kostenreduktion)
✅ Feedback von Führungskräften zu Mitarbeiterengagement
Wichtig: Nur 24,2 % der L&D-Verantwortlichen bewerten den ROI als zentrale Kennzahl für die Erfolgsmessung von Lernprogrammen (Quelle: Chief Learning Officer Magazine, 2020).
3. Einkauf & Beschaffung
Digitale Beschaffungssoftware kann erhebliche Einsparungen und Effizienzsteigerungen bringen. Wichtige Kennzahlen zur ROI-Messung:
✅ Quantitative Faktoren
- Reduzierte Kosten für Waren und Dienstleistungen
- Geringere Datenfehler
- Verbesserte Budgetkontrolle
- Zeiteinsparung durch Automatisierung
- Gesteigerte Produktivität
✅ Qualitative Faktoren
- Vereinfachte Verwaltung von Ausschreibungen
- Zentralisierte Beschaffungsprozesse
- Automatisierung zeitraubender Aufgaben
4. IT-Abteilung
Die IT-Abteilung verwaltet das gesamte Technologie-Ökosystem eines Unternehmens. Eine ROI-Analyse sollte regelmäßig erfolgen, z. B. durch:
✅ Software-Audits (vierteljährlich empfohlen)
- Anzahl der Software-Tools im Unternehmen
- Lizenz- und Abonnementkosten
- Anzahl der aktiven Nutzerlizenzen
- Operativer Nutzen der Software
Achtung: Schatten-IT wächst exponentiell! Experten schätzen, dass 40 % der IT-Ausgaben außerhalb der IT-Abteilung erfolgen. Risiken:
- Fehlende Kontrolle über Software-Lizenzen
- Sicherheitslücken
- Vergessene Software-Abonnements
- Unkontrollierte Ausgaben
💡Tipp: Minimieren Sie Risiken, indem Sie Anmeldeinformationen dokumentieren und Anwendungsbesitzer erfassen.
Ein weiteres Kriterium für den Software-ROI in der IT ist der Support-Bedarf der Nutzer:
- Anzahl und Häufigkeit von Support-Anfragen
- Bearbeitungszeit und Lösungsrate
- Wiederkehrende Probleme
Wussten Sie? Jährlich entstehen in den USA und Großbritannien rund 34 Milliarden Dollar an Lizenzverschwendung. (Quelle: G2)
Fazit: Nutzen Sie den Software-ROI als Entscheidungshilfe
Es gibt keine universelle Methode zur Berechnung des Software-ROI. Als Produktverantwortlicher oder Software-Projektleiter sollten Sie verschiedene Ansätze nutzen, um den Erfolg Ihrer digitalen Tools zu analysieren.
Ein langfristig negativer ROI ist ein klares Zeichen dafür, dass Veränderungen notwendig sind. Gleichzeitig kann eine präzise ROI-Berechnung helfen, neue Software-Investitionen oder digitale Transformationsprojekte zu rechtfertigen.
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