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6 wichtige Faktoren für erfolgreiches Instruktionsdesign

Instruktionsdesign hilft dabei, Lerninhalte zu erstellen, die nicht nur den Anforderungen der Lernenden gerecht werden, sondern auch den verfügbaren Ressourcen sowie dem Profil des Ausbilders. Ein Projekt für die Erstellung pädagogischer Inhalte und Materialien muss demnach neben den technischen Gegebenheiten ebenso ökonomische und finanzielle Aspekte berücksichtigen. Im Unternehmen wird Instruktionsdesign genutzt, um die Qualifikationsentwicklung am Arbeitsplatz zu fördern. Überwacht und gesteuert werden solche Projekte in der Regel vom Weiterbildungsverantwortlichen. Lesen Sie mehr darüber, wie man diesen wichtigen Prozess zum Erfolg führt.

Analyse der Anforderungen

Ausgangspunkt für den Instruktionsdesigner ist eine Analyse der Anforderungen des Unternehmens sowie der Lernziele, die am Ende erreicht werden sollen. Zu den vielen Faktoren, die in die Entwicklung einer Weiterbildungsmaßnahme einfließen, zählen abgesehen von den Erwartungen von Unternehmen und Mitarbeitern der Kontext auf dem Arbeitsmarkt und die Anforderungen an die Arbeitskräfte.

Zwischen den Anforderungen und den tatsächlich vorhandenen Qualifikationen besteht allerdings oft eine Diskrepanz. Um diese Qualifikationslücke zu schließen, bestimmt der Experte für Instruktionsdesign, welches dafür die besten Methoden sind. Im Rahmen der Bedarfsermittlungsanalyse kann er darüber hinaus die Mitarbeiter des Unternehmens befragen.

Anschließend gleicht er die Unternehmensanforderungen mit den geäußerten Wünschen der Beschäftigten ab und grenzt so den Ausbildungsbedarf immer stärker ein. In dieser Phase dann der Instruktionsdesigner die Erwartungen durchaus in eine andere Richtung lenken und neue Lernmethoden vorschlagen, wenn er das für erfolgversprechend hält.

Konzeption der Weiterbildungsmaßnahme

Nach der Analyse entwickelt der Spezialist für Instruktionsdesign ein Konzept für das Lernprojekt. Ausgehend von den Ergebnissen, die das Unternehmen von der Weiterbildungsmaßnahme erwartet, und dem identifizierten Ausbildungsbedarf legt er die Ziele Weiterbildungsmaßnahme fest.

Bevor er sich über die Inhalte Gedanken macht, entscheidet er, welche Unterrichtsmethoden einerseits den Gegebenheiten im Unternehmen am besten entsprechen und andererseits geeignet sind, um die gesteckten Ziele zu erreichen: E-Learning, Präsenzschulungen oder Blended Learning. Es ist wichtig, nun einen Plan für die Weiterbildungsmaßnahmen zu erstellen, der die definierten Ziele, die Ausbildungsthemen, die verschiedenen Module und die Art der Interaktionen enthält. Im Leitfaden über Instruktionsdesign von Goldfuchs Software erfahren Sie mehr über dieses Thema, damit Sie die Bedürfnisse der Mitarbeiter Ihres Unternehmens besser erfassen können.

Entwicklung der Unterrichtsmaterialien

Im nächsten Schritt geht es beim Instruktionsdesign um die konkrete Entwicklung der diversen Unterrichtsmaterialien. Diese Tools nutzen dann die Ausbilder, um der jeweiligen Zielgruppe das Lernen zu erleichtern. Zu den Kriterien für die Bestimmung geeigneter Lehrmaterialien gehören unter anderem:

  • die Erwartungen der Lernenden,
  • die Schulungsinhalte,
  • die Schulungsmethode (E-Learning oder Präsenzunterricht),
  • der Zeitpunkt, zu dem das Material im Rahmen der Ausbildung eingesetzt wird,
  • das verfügbare Budget.

Ein wichtiger Aspekt ist zudem der Zweck, für den die pädagogischen Hilfsmittel eingesetzt werden: Sollen sie neues Wissen oder neue Skills vermitteln? Oder vorhandenes Know-how ausbauen?

Ein Instruktionsdesigner muss alles daransetzen, dass die Mitarbeiter die Kenntnisse und Fertigkeiten erwerben, die die betriebliche Fortbildung vermitteln soll. Attraktive Möglichkeiten für die Vermittlung von Inhalten sind zum Beispiel Videos, E-Learning-Module, Computergrafiken, Serious Games oder andere interaktive Tools.

Für die Entwicklung des Lernstoffs kann er einen pädagogischen Ansatz wie das ADDIE-Modell nutzen. Wichtig ist zudem, dass die Lernenden sich nicht nur Wissen autonom erarbeiten, sondern auch die Möglichkeit haben, sich mit anderen auszutauschen.

Umsetzung des Schulungsprogramms

Die eigentliche Durchführung der Weiterbildungskurse ist die wichtigste Phase beim Instruktionsdesign. Jetzt geht es darum, alle praktischen Aspekte zu berücksichtigen, die für die Umsetzung der Schulung wichtig sind.

Je nach Art der Fortbildung gibt es allerdings Unterschiede: Beim E-Learning spricht man von der Bereitstellung, denn Onlinekurse setzen voraus, dass die digitalen Inhalte auf einer Website oder in einem LMS (Learning Management System) publiziert werden. Beim Präsenzunterricht müssen dagegen unternehmensintern oder -extern geeignete Räume reserviert und die notwendigen Unterlagen ausgedruckt werden. Abgesehen von der Bereitstellung der Lernumgebung muss sich in diesem Schritt der Ausbilder mit den Inhalten, Tools und Materialien vertraut machen.

Evaluation der Fortbildung

In der Evaluationsphase vergewissert sich der Weiterbildungsverantwortliche oder der beauftragte Dienstleister, ob die Qualität der Schulungsmaßnahme gegeben ist und das erwartete Ergebnis erreicht wurde. Das geschieht auf mehreren Ebenen. Zum einen holt er Feedback von den Teilnehmern ein. Zum anderen muss er einschätzen, ob diese nun tatsächlich die erforderlichen Qualifikationen besitzen und wie sich das auf die Performance des Unternehmens auswirkt. Um den Return on Investment (ROI) der Maßnahme zu ermitteln, werden die angefallenen Kosten dem konkreten Mehrwert gegenübergestellt.

Gleichzeitig wird bewertet, ob die Ausbilder das notwendige Wissen vermitteln konnten. Zentrale Fragestellungen helfen in dieser Phase des Instruktionsdesigns dabei, die Qualität der Weiterbildung zu bewerten: Wurden die ursprünglichen Erwartungen erfüllt? Ist das erreichte Ergebnis zufriedenstellend? Wurde das vorgesehene Budget eingehalten? Mit solchen Indikatoren lässt sich bestimmen, ob das Trainingsprojekt die gesteckten Ziele erreicht hat, welcher Nutzen konkret entstanden ist und wo gegebenenfalls Verbesserungsmöglichkeiten liegen.

Kontinuierliche Optimierung

Der Kontext eines Unternehmens, seine Organisation sowie die Erwartungen von Unternehmensleitung und Mitarbeitern unterliegen einem konstanten Wandel, der sich im Weiterbildungsprogramm widerspiegeln sollte. Inhalte und Lernmethoden müssen daher kontinuierlich überprüft, verbessert und angepasst werden.

In regelmäßigen Follow-up-Meetings sollten die Lernenden ihre Erfahrungen, Probleme und Erfolge teilen können. Ein derartiger Austausch ermöglicht einerseits einen „Blick von außen“, der Optimierungsmöglichkeiten aufzeigen kann. Andererseits können positive Ergebnisse aber auch Input für zukünftige Projekte liefern. Wenn sich die Teilnehmer positiv äußern und konstruktive Kommentare abgeben, ist das ein klarer Hinweis auf die Qualität der Schulung. Auf der Basis dieser Erkenntnisse können Instruktionsdesigner die Lernerfahrung kontinuierlich verbessern.

Instruktionsdesign ist ein Aufgabenbereich mit zahlreichen Facetten, der Unternehmen qualitativ hochwertige und rentable Weiterbildungsmaßnahmen garantieren soll. Wenn Sie in Ihrem Unternehmen ein erfolgreiches Schulungsangebot aufbauen möchten, nutzen Sie unbedingt die Vorteile, die Instruktionsdesign Ihnen bietet. Dann profitieren Sie von maßgeschneiderten Fortbildungen, welche die Weiterentwicklungen in den Bereichen Pädagogik und neue Technologien sowie die veränderten Erwartungen der Lernenden einbeziehen. Instruktionsdesign ist die notwendige Basis, damit Sie Ihren Mitarbeitern qualitativ gute betriebliche Weiterbildungsprogramme anbieten können.

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Marielle Gantenberg

Marielle ist als Country Managerin verantwortlich für unsere DACH-Kunden. Sie unterstützt CIOs und HR-Leiter bei der Optimierung der Technologieakzeptanz und der Verbesserung von Geschäftsprozessen. Mit einer Leidenschaft für Innovation schreibt sie regelmäßig über Themen wie die Digitalisierung von HR-Prozessen und die Optimierung von ERP/CRM-Systemen. Entdecken Sie ihre Artikel im Blog von Goldfuchs Software für praktische Einblicke und maßgeschneiderte Lösungen für Ihre technologischen Herausforderungen.

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