Discussion – 

0

ADDIE-Modell: die 5 Phasen für erfolgreiches Instruktionsdesign

Das ADDIE-Modell ist seit über 30 Jahren ein Referenzmodell für Instruktionsdesign. Es basiert auf den Prinzipien von Social Learning und Konstruktivismus und hilft dabei, strukturierte E-Learning-Module oder Präsenzschulungen zu entwickeln. Bei Goldfuchs Software erfahren Sie mehr über dieses leistungsfähige Hilfsmittel für die Erstellung von Lernkonzepten.

Was versteht man unter dem ADDIE-Modell?

ADDIE ist ein Akronym für die Begriffe Analyse, Design, Development, Implementation und Evaluation. Es handelt sich dabei um einen sequenziellen Rahmen für Instruktionsdesign. Durch den Einbezug von SMART-Zielen – das heißt Ziele, die spezifisch (specific), messbar (measurable), erreichbar (achievable), relevant (relevant) und zeitgebunden (time-bound) sind – bietet es einen integrierten Ansatz für das Lernen. Das Modell eignet sich für die Entwicklung unterschiedlichster Lernangebote: E-Learning, Präsenzschulungen, Blended Learning, Einzel- oder Gruppenkurse usw. Ziel des Prozesses ist ein optimaler Lernerfolg und gleichzeitig reduzierte Projektkosten.

Die 5 Phasen des ADDIE-Modells

Das ADDIE-Modell ist eines der effizientesten Tools für Veränderungsmanagement, wenn es darum geht, personalisierte Fortbildungsangebote umzusetzen. Es basiert darauf, verschiedene Kernelemente (Lernziele, die Profile der Lernenden, welche innovativen Lernmethoden bieten sich an) sorgfältig zu analysieren.

Analyse

In diesem ersten Schritt wird der Fortbildungsbedarf global erfasst. Das Entwicklungsteam identifiziert, welche Qualifikationen am Ende vorhanden sein sollen, und auf welche Weise diese bewertet werden. Die Merkmale der Zielgruppe, für die das E-Learning-Modul oder die Präsenzschulung bestimmt ist, werden analysiert. So stellt das ADDIE-Modell sicher, dass Fortbildungen am tatsächlich vorhandenen Ausbildungsbedarf ausgerichtet sind. In diesem Schritt legt der Instruktionsdesigner auch die verfügbaren Ressourcen wie Budget und Zeitaufwand für das Projekt fest.

Design (Konzept)

Im Anschluss erstellt der Instructional Designer ein Pflichtenheft für das Weiterbildungsprojekt, indem er den zuvor erkannten Qualifikationsbedarf in SMART-Lernziele umwandelt. Am Ende der Phase existiert ein Prototyp, also der rudimentäre Ablauf, wie das benötigte Wissen den Lernenden vermittelt werden soll. Das Pflichtenheft enthält:

  • die Lernstrategien,
  • den Zeitrahmen und die Struktur der Fortbildung,
  • die wirksamsten Lernmethoden (Coaching, Tutorium, Rollenspiel, Simulation etc.).

Der Designer bestimmt die geeigneten Lernmaterialien und den organisatorischen Ablauf des Lernprozesses.

Wenn beispielsweise eine Unternehmenssoftware eingeführt werden soll, könnte sich das Ausbildungsteam für eine All-in-One-Softwaresuite entscheiden. Durch interaktive Anleitungen, einen KI-Assistenten und Tooltipps findet der User jederzeit und im Handumdrehen die benötigten Informationen für den Umgang mit der Software. So erreichen die Mitarbeiter durch die praktische Anwendung im Tagesgeschäft eine Autonomie im Umgang mit dem Tool.

Development (Entwicklung)

In der Entwicklungsphase werden nun die zuvor bestimmten Lerninhalte konkret erstellt: Kursunterlagen, technologische Tools, Lernmedien usw. Sind diese Lernunterlagen bereits vorhanden, muss der Ausbilder sie hinsichtlich ihrer Relevanz für die gewünschten Qualifikationen prüfen und gegebenenfalls aktualisieren. Bei umfangreichen E-Learning-Projekten ist es sinnvoll, die digitalen Lerntools von erfahrenen Spezialisten entwickeln zu lassen. Ein gutes Beispiel ist die Kreation einer interaktiven Digital-Adoption-Lösung von Goldfuchs Software.

Implementation (Einführung)

Die Implementierungsphase im Rahmen des ADDIE-Modells umfasst die Bereitstellung der Weiterbildungsmaßnahme in der Praxis. Die Lernenden erhalten nun Zugang zu den entwickelten Lerninhalten. Das kann zum Beispiel die Teilnahme an einer Präsenzschulung, der Zugriff auf E-Learning-Module oder eine Mischung aus beidem (Blended Learning) sein. Das Fortbildungsteam muss nun die logistische Seite des Angebots managen, mit den Lernenden kommunizieren und überwachen, inwiefern die Zielgruppe mit dem Instruktionsdesign zurechtkommt.

Evaluation

In der letzten Phase analysieren Sie Effizienz, Relevanz und Qualität des umgesetzten Lernprozesses. Machen Sie eine Umfrage, um Feedbacks der Lernenden über ihre Erfahrungen zu erhalten. Auf diese Weise bewerten Sie den Erfolg der Maßnahme und erkennen gleichzeitig Verbesserungsmöglichkeiten. Die Analyse des Instruktionsdesigns muss auch mögliche Abweichungen zwischen Budgetvorgaben und den tatsächlich angefallenen Kosten ermitteln. Ab der Designphase können Sie im Rahmen des ADDIE-Prozesses in jeder Phase eine Bewertung vornehmen und notwendige Anpassungen vornehmen, bevor Sie den nächsten Schritt in Angriff nehmen.

Vorteile und Grenzen des ADDIE-Modells

Die größten Vorteile des ADDIE-Modells für das Instruktionsdesign bestehen darin, dass es strukturiert, einfach umzusetzen und klar auf SMART-Lernziele ausgerichtet ist. Vor allem erfahrene Spezialisten können es als wichtiges Hilfsmittel im Rahmen des Veränderungsmanagements einer Organisation nutzen. Der Erfolg dieses Modells steht und fällt zum großen Teil mit der Qualität der Analyse, die im ersten Schritt durchgeführt wird. Durch die lineare Vorgehensweise ist das ADDIE-Modell allerdings ein sehr starrer Prozess, vor allem im Vergleich zu neueren Modellen für Instruktionsdesign, die in der Regel auf einem agileren Vorgehen basieren.

Mithilfe des einfach umzusetzenden ADDIE-Modells können Sie ganz einfach zielgerichtete, effiziente und maßgeschneiderte Weiterbildungsprogramme entwickeln. Das Team von Goldfuchs Software hilft Ihnen gerne bei der Prüfung, inwiefern eine Digital Adoption Platform diesen interessanten Ansatz für Instruktionsdesign unterstützen kann.

Tags:

Marielle Gantenberg

Marielle ist als Country Managerin verantwortlich für unsere DACH-Kunden. Sie unterstützt CIOs und HR-Leiter bei der Optimierung der Technologieakzeptanz und der Verbesserung von Geschäftsprozessen. Mit einer Leidenschaft für Innovation schreibt sie regelmäßig über Themen wie die Digitalisierung von HR-Prozessen und die Optimierung von ERP/CRM-Systemen. Entdecken Sie ihre Artikel im Blog von Goldfuchs Software für praktische Einblicke und maßgeschneiderte Lösungen für Ihre technologischen Herausforderungen.

Sie können auch mögen