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RASCI vs. RACI: Wo liegen die wesentlichen Unterschiede?

Die Konzepte RASCI vs. RACI wurden gegen Ende des 20. Jahrhunderts eingeführt. Ihre Entstehung kann nicht einer bestimmten Person zugeschrieben werden, sondern sie haben sich allmählich entwickelt und im Laufe der Zeit an den Kontext der Projektmanagement-Methoden angepasst. Es handelt sich dabei um visuelle Hilfsmittel, die sich im Rahmen des Projektmanagements als sehr effizient erwiesen haben. In der Anwendung sind die beiden Konzepte austauschbar. Nachfolgend erhalten Sie einen kurzen Überblick über RASCI vs. RACI: von der Definition bis zu den wesentlichen Unterschieden.

Definition der RASCI Matrix

RASCI ist eine Abwandlung der RACI Matrix. In beiden Fällen handelt es sich um ein visuelles Hilfsmittel für Projektmanager, um allen Beteiligten eines Projektes Funktionen und Verantwortungsbereiche zuzuordnen. Die Matrix hilft Teams, Rollen und Aufgaben zu verteilen, und sie dient gleichzeitig allen Projektbeteiligten als Grundlage und Referenz. Das wesentliche Ziel besteht darin, Unsicherheit auszuräumen und doppelte Funktionszuweisungen zu vermeiden.

RASCI ist das Akronym von fünf englischen Begriffen:

  • Responsible (R): Diese Person oder dieser Personenkreis ist für die Ausführung einer Aufgabe oder Tätigkeit zuständig. Sie führt die eigentliche Arbeit aus.
  • Accountable (A): Diese Person trägt die Verantwortung für eine Aufgabe oder Tätigkeit. Sie muss sicherstellen, dass die Aufgabe erledigt ist und den Anforderungen entspricht.
  • Support (S): Alle Personen, die aktiv mit dem Projektleiter zusammenarbeiten.
  • Consulted (C): Jemand, der um Rat gefragt wird, der seine Meinung abgibt, bevor eine definitive Entscheidung getroffen wird. Er besitzt ein wertvolles Know-how in Bezug auf die Aufgabe und kann Ideen einbringen.
  • Informed (I): Diese Person oder dieser Personenkreis muss über den Fortschritt oder das Ergebnis einer Aufgabe oder Tätigkeit informiert werden. Sie ist möglicherweise in die Ausführung der Arbeit nicht direkt eingebunden, muss aber wissen, wie der Stand ist.

Jede dieser Funktionen beschreibt, inwieweit ein Projektbeteiligter in die Ausführung einer Aufgabe involviert ist.

Wie die RASCI Matrix ist die RACI Matrix ein Hilfsmittel, um den verschiedenen Akteuren eines Projektes bestimmte Aufgaben und Rollen zuzuweisen. Die Methode hilft dabei, komplexe Projekte oder Prozesse zu steuern. Dadurch wissen die verschiedenen Teammitglieder genau, was sie tun müssen und wofür sie verantwortlich sind.

Beispiel einer RACI Matrix

Nachfolgend ein typisches Projekt in einem SaaS-Unternehmen, in das verschiedene Akteure wie CIO, CTO, CEO, Projektleiter, das Vertriebsteam, das Marketingteam einbezogen sind.

Das Projekt: Lancierung eines neuen Features einer SaaS-Anwendung

  • Responsible (R)
  • Accountable (A)
  • Consulted (C)
  • Informed (I)

Welches sind die wesentlichen Unterschiede RASCI vs. RACI

1. Der auffallendste Unterschied zwischen den beiden Konzepten ist die zusätzliche Funktion „Support (S)“ in der RASCI-Matrix. Diese Rolle bezieht sich auf Personen, die den Verantwortlichen (Responsible, R) unterstützen oder ihn vertreten können. Man kann die Support-Funktion als Experten mit einer aktiveren Rolle als die konsultierte Person bezeichnen.

2. Beide Matrizen helfen dabei, zu erkennen, welche Aktivitäten verwaist oder nicht zugeteilt sind. Die RASCI Matrix eignet sich jedoch besonders für komplexere Projekte. Beide Hilfsmittel können zudem aufzeigen, ob Aufgaben doppelt zugeteilt wurden oder ob zu viele Personen ungerechtfertigterweise informiert oder konsultiert werden müssen.

3. In der praktischen Anwendung helfen beide Ansätze dabei, die Arbeitsbelastung pro Funktionsträger zu analysieren und die Ressourcen besser zu verteilen. Das trägt zudem dazu bei, Konflikte zu vermeiden, die durch unklare oder fehlende Arbeitszuweisungen entstehen. RACI eignet sich besser für Projekte, die mehr Flexibilität erfordern.

Wenn Sie das nächste Projekt planen, denken Sie daran, die RASCI- oder RACI-Matrix als Hilfsmittel zu nutzen. Das verursacht keine Kosten, hat aber unschätzbare Vorteile, da eine solche Matrix Ihr Projektteam selbstständiger bei der Umsetzung macht.

Marielle Gantenberg

Marielle ist als Country Managerin verantwortlich für unsere DACH-Kunden. Sie unterstützt CIOs und HR-Leiter bei der Optimierung der Technologieakzeptanz und der Verbesserung von Geschäftsprozessen. Mit einer Leidenschaft für Innovation schreibt sie regelmäßig über Themen wie die Digitalisierung von HR-Prozessen und die Optimierung von ERP/CRM-Systemen. Entdecken Sie ihre Artikel im Blog von Goldfuchs Software für praktische Einblicke und maßgeschneiderte Lösungen für Ihre technologischen Herausforderungen.

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