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VARK-Modell: Welches ist der ideale Lernstil für Sie?

Hinter dem VARK-Modell steht die Idee, dass Lernen am effektivsten ist, wenn dabei die sensorischen Vorlieben des Lernenden berücksichtigt werden. Insofern zielt das Konzept darauf ab, den Lernprozess an die individuellen sensorischen Stärken und Bedürfnisse der Lernenden anzupassen. Bei Goldfuchs Software erfahren Sie mehr über das VARK-Modell und wie man damit das Lernen im Rahmen der beruflichen Weiterbildung unterstützen kann.

Was versteht man unter dem VARK-Modell?

Das VARK-Modell wurde von Neil Fleming entwickelt. Es basiert auf seinen Beobachtungen, auf welche Weise Studenten am liebsten lernen. Dabei stellte er fest, dass manche lieber visuelle Informationen ansehen (Diagramme, Bilder, Tabellen usw.), während andere akustische Informationen (Vorträge, Podcasts usw.) bevorzugen. Wieder andere, so bemerkte Neil Fleming, lesen oder machen sich Notizen. Eine vierte Gruppe wiederum lernt durch den praktischen Umgang mit Informationen, also durch Simulationen und Demonstrationen.

Fleming arbeitete daher einen Fragebogen aus, mit dem Lernende bestimmen können, auf welche Art sie in verschiedenen Situationen am liebsten lernen. Das Ergebnis beschreibt ihren jeweils bevorzugten Lernstil bzw. ihre bevorzugten Lernstile. Das VARK-Modell ist demnach ein Hilfsmittel, mit dem man mehr über seine Vorlieben beim Lernen erfahren kann.

Darum sollten Sie Ihren VARK-Lernstil kennen

Es gibt mehrere Gründe, warum es sinnvoll ist, seinen persönlichen Lernstil nach dem VARK-Modell zu kennen. Mitarbeiter können dann beispielsweise Strategien und Ressourcen nutzen, die ihre Stärken am besten berücksichtigen und den Lernprozess angenehmer und effizienter gestalten. Ausbilder, die das VARK-Modell und damit den Lernstil der Mitarbeiter kennen, können ein Lernumfeld schaffen, das ihren Bedürfnissen entspricht und ihnen den beruflichen Aufstieg im Unternehmen erleichtert. Jemand, der weiß, wie er am besten lernt, kann Schulungen produktiver absolvieren und wird in der Folge erfolgreicher sein.

Die Lernstile des VARK-Modells

Das VARK-Modell beschreibt vier Lernstile: visuell, auditiv, durch Lesen/Schreiben, kinästhetisch. Jeder Stil entspricht der Art, wie eine Person Informationen am liebsten verarbeitet. Kennt man diese Stile, kann man die Unterrichtsmethoden so anpassen, dass die Lernenden die vermittelten Informationen besser behalten und motivierter sind.

👓 Visuelles Lernen (V)

Visuelle Lerntypen lernen besser, wenn sie Informationen sehen. Sie fühlen sich von optischen Darstellungen angesprochen und bevorzugen logischerweise Charts, Tabellen, Bilder und Videos, um Informationen zu erfassen und zu verarbeiten. Sie erinnern sich viel leichter an alles, was ihnen in visueller Form präsentiert wurde. Visuelle Lerntypen machen sich in Schulungen viele Notizen und nutzen Farben, um diese Notizen besser zu strukturieren.

👂Auditives Lernen (A)

Der auditive Lerntyp lernt am besten durch die Vermittlung akustischer Informationen. Er kann seine Gedanken brillant vermitteln, hört gerne Vorträge an und nimmt an Gruppendiskussionen teil. Auditive Lerntypen ziehen es vor, Informationen zu hören, und behalten demzufolge Lernstoff besser, wenn sie ihn laut lesen oder Aufzeichnungen anhören. Vertriebsmitarbeiter können ihre Fähigkeiten beispielsweise verbessern, wenn sie an Rollenspielen teilnehmen oder Präsentationen erstellen. Tonaufnahmen sind also ein sehr gutes Hilfsmittel für den auditiven Lerntyp.

📘 Lernen durch Lesen/Schreiben (R/W)

Für Lerntypen, die durch Lesen/Schreiben am besten lernen, sind schriftliche Informationen ideal. Solche Menschen arbeiten vorzugsweise mit Berichten, Büchern und anderen schriftlichen Quellen. Sie können neue Ideen effizienter aufnehmen, wenn sie sie lesen, wichtige Dinge anstreichen, sich Notizen machen und Zusammenfassungen erstellen.

Lerntypen, die durch Lesen/Schreiben am besten lernen, zeichnen sich oft dadurch aus, dass sie ihre Gedanken durch detaillierte Berichte oder Datenanalysen vermitteln.

🤸 Kinästhetisches Lernen (K)

Der kinästhetische Lerntyp lernt durch körperliche Erfahrungen und praktische Aktivitäten. Man spricht auch vom taktilen Lernen. Rollenspiele, Demonstrationen, reale Szenarien sind ideal für ihn, um sich mit neuem Stoff auseinanderzusetzen. Kinästhetische Lernende fühlen sich in Workshops, bei der Arbeit vor Ort und überall dort wohl, wo sie die in Schulungen vermittelten Fähigkeiten praktisch umsetzen können.

Lernprozess an den VARK-Lernstil anpassen

Eine wichtige Rolle von Ausbildern ist es, Lernprozesse an den jeweiligen VARK-Lernstil anzupassen, um ein optimales Lernumfeld im Unternehmen zu schaffen. Dafür stehen ihnen verschiedene Techniken zur Verfügung, unter anderem:

  • den Lernstil der einzelnen Lernenden ermitteln,
  • verschiedene Lehrmaterialien einsetzen (schriftliche Unterlagen, Videos …),
  • Ansätze für multimodales Lernen umsetzen,
  • ein stimulierendes Lernumfeld kreieren.

Lehrkräfte sollten also die sensorischen Vorlieben der Lernenden beobachten und daraus deren individuellen Lernstil ableiten. Auch informelle Gespräche und Einschätzungen helfen dabei, den im VARK-Modell beschriebenen Lernstil der Lernenden herauszufinden.

Um den individuellen Bedürfnissen aller zu entsprechen, sollten Ausbilder verschiedene Materialien einsetzen. Für den visuellen Lerntyp sind optische Materialien (Tabellen, Videos …) besser geeignet, während der auditive Lerntyp Audioaufnahmen vorzieht. Im beruflichen Umfeld gilt, dass die Mitarbeiter die Möglichkeit haben sollten, aus verschiedenen Angeboten dasjenige zu wählen, das ihren sensorischen Vorlieben entgegenkommt (schriftliche Berichte, praktische Demonstrationen, Gruppendiskussionen …). Wenn Sie ein inklusives Umfeld schaffen, können Lernende ihre Lernpräferenzen zum Ausdruck bringen und bei Bedarf um Unterstützung oder Anpassungen bitten.

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Marielle Gantenberg

Marielle ist als Country Managerin verantwortlich für unsere DACH-Kunden. Sie unterstützt CIOs und HR-Leiter bei der Optimierung der Technologieakzeptanz und der Verbesserung von Geschäftsprozessen. Mit einer Leidenschaft für Innovation schreibt sie regelmäßig über Themen wie die Digitalisierung von HR-Prozessen und die Optimierung von ERP/CRM-Systemen. Entdecken Sie ihre Artikel im Blog von Goldfuchs Software für praktische Einblicke und maßgeschneiderte Lösungen für Ihre technologischen Herausforderungen.

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