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E-Learning: Definition und Vorteile

In einem Zeitalter, in dem sich neue Technologien rasant weiterentwickeln, passt sich auch unsere Art zu lernen diesen Veränderungen an. In diesem Zusammenhang hat e-learning, also computergestütztes Lernen, in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Es wird als eine Methode definiert, Wissen mithilfe von Multimedia- und Netzwerktechnologien zu erwerben. Durch Distance Learning können Lernende in ihrem eigenen Tempo lernen – jederzeit und überall. Erfahren Sie mehr darüber, was e-learning ist und welche Vorteile es bietet.

Was ist e-learning?

E-Learning ist eine Alternative zu Präsenzschulungen, die flexibler ist und in gewisser Weise den Lernprozess revolutioniert hat. Durch Onlinekurse kann sich jeder im eigenen Rhythmus, orts- und zeitunabhängig weiterbilden. Egal, ob es darum geht, sich neues Wissen anzueignen oder sich beruflich neu zu orientieren, E-Learning ist für alle geeignet und passt sich allen Anforderungen an.

Entstehung und Ausbreitung von E-Learning

Dabei ist diese Lernmethode älter, als man vermuten mag, denn die Anfänge von E-Learning gehen ins 18. Jahrhundert zurück. 1728 kreierte Caleb Philips in Boston bereits die ersten Fernlehrgänge. Die Schüler erhielten damals jede Woche den Unterrichtsstoff per Post zugeschickt. In Frankreich wurde 1885 zum ersten Mal Fernunterricht erteilt.

1924 erfand Professor Sidney L. Pressey das erste elektronische Lerngerät. Es handelte sich dabei um eine Maschine, die die Antworten auf Multiple-Choice-Fragen aufzeichnete. Das Gerät setzte sich jedoch nicht durch. Populär wurde E-Learning aber erst, als in den 2000er-Jahren die Preise für Computer-Hardware drastisch sanken. 2012 erhielt diese Lernmethode dann mit dem Aufkommen von Digital Learning neuen Aufschwung.

Die Technologie hinter E-Learning

E-Learning setzt verschiedene digitale Technologien ein und stützt sich auf Hilfsmittel wie Smartphones, Tablets und Computer. Bei der Erstellung von E-Learning-Kursen werden pädagogische Inhalte und interaktive Module kombiniert. Videos, Quiz oder Diskussionsforen sind heute aus dem computergestützten Lernen nicht mehr wegzudenken.

Die Vorteile von E-Learning

Die Zeiten, in denen Unterrichtsstoff ausschließlich im Klassenzimmer vermittelt wurde, sind vorbei. Ob für Schule, Beruf oder einfach aus Neugier: E-Learning-Schulungen eröffnen ganz neue Perspektiven für die Aneignung von Wissen.

Flexibilität und Zugänglichkeit

Beim Fernunterricht sind Lernende sehr flexibel, denn Onlinekurse sind überall zugänglich: zu Hause, im Büro, unterwegs, sogar im Ausland. Jeder Lernende kann sich sein Lernpensum je nach Zeit und Lust einteilen. Vor allem für die berufliche Weiterbildung ist die Flexibilität, die E-Learning bietet, ein großer Vorteil.

Niedrigere Weiterbildungskosten

Virtuelle Klassenzimmer helfen dabei, die Kosten gegenüber klassischen Schulungen zu senken, da weder Mietkosten für Schulungsräume noch Reisekosten anfallen. Die Unterrichtsmaterialien sind komplett im Internet verfügbar. Onlineschulungen erfordern in der Regel nur wenig „Hardware“. Abgesehen von einer Internetverbindung reichen ein Tablet, ein Smartphone oder ein Computer aus.

Individuelles Lernumfeld

Beim E-Learning hat der Lernende die Möglichkeit, sich das Lernumfeld selbst auszusuchen und an seine persönlichen Umstände anzupassen. Da sich jeder einen Rahmen schaffen kann, in dem er sich am besten konzentrieren kann, steigert computergestütztes Lernen die Produktivität. Diese Flexibilität und der ungehinderte Zugang zum Lernstoff machen die Lernenden autonom und fördern das eigenständige, selbstverantwortliche Lernen. Berufs- und Privatleben lassen sich so besser aufeinander abstimmen.

E-Learning, MOOC, Digital Learning, Blended Learning: Was unterscheidet diese Methoden?

Durch die Ausbreitung der Digitaltechnik sind ganz neue Möglichkeiten der Wissensvermittlung entstanden, die Art zu lernen hat sich vollkommen verändert. Unter MOOC (Massive Open Online Course) versteht man eine Art des E-Learnings, die allen offensteht. Durch strukturierte Onlinekurse kann jeder spezifische Kenntnisse in verschiedenen Bereichen erwerben. MOOCs werden vorwiegend in der Erwachsenen- und Hochschulbildung eingesetzt und nutzen verschiedene Formen der Wissensvermittlung – von interaktiven Videos bis hin zu virtuellen Lerngruppen – für eine flexible Onlineausbildung.

Blended Learning ist dagegen eine Kombination aus E-Learning und Präsenzunterricht. Der Lernende wechselt zwischen Onlinekursen, die in der Regel durch zusätzliche Wissensressourcen ergänzt werden, und Kursen mit einem Ausbilder vor Ort. Dieses hybride System kombiniert den persönlichen Austausch im Rahmen von Präsenzmodulen mit autonomem, eigenständigem Lernen, das durch die Informationstechnologie ermöglicht wird. Das optimiert die Wissensaufnahme.

Digital Learning ist quasi eine natürliche Weiterentwicklung dieser Modelle und integriert immer innovativere Technologien und digitale Tools in die Lernprozesse. Dabei werden MOOCs, Blended Learning und andere interaktive Hilfsmittel genutzt, sodass die Wissensvermittlung ganz auf die Lernenden zugeschnitten werden kann. Durch technologische Innovationen können heute immer individuellere Ausbildungsmodule erstellt werden. Das Ergebnis ist eine auf die persönlichen Bedürfnisse zugeschnittene und damit effizientere Kompetenzentwicklung.

Welche anderen Formen von E-Learning gibt es?

E-Learning entwickelt sich unaufhaltsam weiter. Dabei entstehen immer wieder neue Ansätze, um das Lernen noch interaktiver und effizienter zu machen. Einige Beispiele:

  • Social Learning: Dabei werden das Teilen von Informationen und die Zusammenarbeit zwischen Lernenden gefördert. Austausch und Interaktionen unterstützen die Verarbeitung und das Abspeichern des vermittelten Wissens.
  • Microlearning: Mikrolernen besteht aus kurzen, ganz gezielten Lerneinheiten, die oftmals direkt auf dem Smartphone abgerufen werden. In wenigen Minuten verinnerlicht der Lernende einen bestimmten Begriff. Lernen wird dadurch schneller und effizienter.
  • Serious Games: Serious Games sind eine Mischung aus Pädagogik und Unterhaltung. Interaktive Spiele, Videos und Simulationen sollen die Motivation steigern und Lehrstoff auf spielerische Art vermitteln.

Erweiterte Realität (Augmented Reality) und virtuelle Realität (Virtual Reality) setzen sich ebenfalls als immersive Lernhilfsmittel durch und werden immer beliebter. Sie bieten ansprechende Lernerfahrungen, bei denen der Lernende in ein interaktives Umfeld eintaucht und unter nahezu realen Bedingungen trainiert.

Trotz der innovativen Möglichkeiten hat E-Learning nach wie vor seine Grenzen. Darüber sollten Sie sich bewusst sein und Ihr didaktisches Konzept entsprechend ausrichten. Lesen Sie mehr darüber, wo die Grenzen von E-Learning liegen, und welche Alternativen es gibt, um optimale Fortbildungsmaßnahmen zu gestalten.

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Marielle Gantenberg

Marielle ist als Country Managerin verantwortlich für unsere DACH-Kunden. Sie unterstützt CIOs und HR-Leiter bei der Optimierung der Technologieakzeptanz und der Verbesserung von Geschäftsprozessen. Mit einer Leidenschaft für Innovation schreibt sie regelmäßig über Themen wie die Digitalisierung von HR-Prozessen und die Optimierung von ERP/CRM-Systemen. Entdecken Sie ihre Artikel im Blog von Goldfuchs Software für praktische Einblicke und maßgeschneiderte Lösungen für Ihre technologischen Herausforderungen.

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