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LXP vs LMS: Welches ist die beste Plattform für Ihr Unternehmen?

Betriebliche Weiterbildung ist ein wichtiges Hilfsmittel, damit sich Mitarbeiter neues Know-how aneignen und Unternehmen an Wettbewerbsfähigkeit gewinnen. Digital Learning ist dabei von immer größerer Bedeutung. In diesem Zusammenhang dominieren heute vor allem zwei Systeme den Markt: das LMS (Learning Management System) und die LXP (Learning Experience Platform). Doch welche der beiden Lösungen ist die bessere? Das zu entscheiden ist nicht immer einfach. Lesen Sie bei Goldfuchs Software, welche Faktoren für das eine oder das andere dieser Tools sprechen.

Was versteht man unter einer Learning Experience Platform (LXP)?

Die Learning Management System (LMS) ist eine innovative Lernumgebung, in der die Lernenden im Mittelpunkt stehen. Diese technologische Lösung verändert die Durchführung von Schulungen im Arbeitsalltag, denn sie setzt auf Lernerlebnisse. Der dynamische und interaktive Ansatz unterscheidet sich also deutlich von starren Fortbildungen.

Das wichtigste Ziel einer LXP besteht darin, den Nutzern maßgeschneiderte und motivierende Lerninhalte anzubieten, die sie dann autonom absolvieren. Dafür setzen diese Plattformen immer stärker auf fortschrittliche Technologien wie künstliche Intelligenz und Machine Learning.

Zentrales Element einer LXP ist das Dashboard, mit dem sich personalisierte Lernpfade für die Mitarbeiter entwickeln lassen. Jeder Lernende erhält Empfehlungen für Inhalte, die auf seine Interessen zugeschnitten sind und die letzten Interaktionen berücksichtigen. Die pädagogischen Inhalte werden in verschiedenen Formaten (Videos, Artikel, Podcasts, E-Learning-Module) angeboten.

Was ist ein Learning Management System (LMS)?

Ein Lernmanagementsystem (auch Lernplattform genannt) ist eine technologische Revolution und die Grundlage für Onlineausbildungen. LMS-Plattformen haben sich im Laufe der Zeit immer mehr weiterentwickelt, um mit den steigenden Anforderungen im Berufsleben von heute Schritt zu halten. Auch Inhalte für Mobile Learning – also E-Learning mit Mobilgeräten – werden mit einem solchen Autorentool erstellt.

Während das LMS ursprünglich lediglich für die Durchführung von Onlineschulungen bestimmt war, werden heute damit Lernmodule für Mitarbeiter, Partner oder Kunden erstellt, verbreitet und überwacht. Eine Lernplattform zentralisiert und organisiert Inhalte und verfolgt die Fortschritte der Lernenden. Mit ihr werden zudem Evaluationstests durchgeführt, die zuvor vom zuständigen Ausbilder freigegeben wurden.

Es gibt also viele Gründe, warum sich Lernmanagementsysteme (LMS) in der betrieblichen Weiterbildung durchgesetzt haben. Sie bieten Unternehmen die Möglichkeit, virtuelle Klassenzimmer zu organisieren, Schulungen zu verwalten und Qualifikationen zu überwachen. Die in einer LMS-Plattform integrierte Managementsoftware hilft darüber hinaus bei der Durchführung von Präsenzschulungen, da sich mit ihr die administrativen und logistischen Aspekte abwickeln lassen.

LXP vs. LMS: Welche Features beinhalten diese Tools?

Sowohl LXP als auch LMS spielen eine wichtige Rolle bei der Weiterentwicklung betrieblicher Fortbildungsangebote. Die digitalen Plattformen zielen darauf ab, die Verwaltung der Lerninhalte zu optimieren und positive Lernerfahrungen zu bieten. Beide Lösungen beinhalten verschiedene Features, die den Ausbildungsverantwortlichen die Arbeit erleichtern.

Die wichtigsten Features einer LXP

Eine Learning Experience Platform (LXP) zeichnet sich dadurch aus, dass man mit ihr dynamische und maßgeschneiderte Schulungen erstellen kann. Solche Angebote fördern die Motivation und führen schneller zum Lernerfolg. Zu den gängigen Features einer LXP zählen unter anderem:

  • die Erstellung personalisierter Inhalte mithilfe von KI und Machine Learning;
  • Social Learning (Interaktionen zwischen Lernenden über Foren und interne Netzwerke);
  • die Bereitstellung der Inhalte in verschiedenen Formaten: Videos, Artikel, Podcasts.

LXPs sind darüber hinaus Microlearning-Tools, die aus dem Lernen ein intuitives und immersives Erlebnis machen. Die User lernen in ihrem eigenen Tempo und profitieren von einer ausgeprägten Interaktivität.

Die wichtigsten Features eines LMS

Learning Management Systeme (LMS) sind effiziente Hilfsmittel für Unternehmen, um Lerninhalte bereitzustellen und zu verwalten. Besonders die folgenden Features werden dabei geschätzt:

  • Durchführung strukturierter Weiterbildungen,
  • virtuelle Klassenzimmer und Blended Learning,
  • Kursverwaltung (Monitoring, Reporting, Compliance),
  • personalisierte Dashboards für die Ausbildungsverantwortlichen.

Durch den geordneten Rahmen und die Analysetools eignen sich Learning Management Systeme besonders gut für Compliance-Trainings. Unternehmen können mit ihnen die Absolvierung von Pflichtschulungen rechtssicher dokumentieren und die erforderlichen Nachweise ausstellen.

LXP vs. LMS: Wo liegen die Unterschiede?

LXP und LMS sind zwei Ansätze, die heute aus dem betrieblichen Fortbildungswesen nicht mehr wegzudenken sind. Sie unterscheiden sich jedoch hinsichtlich der Inhalte sowie der Lernerfahrungen, die sie den Beschäftigten bieten.

Flexibilität und Personalisierung der Inhalte

LXP ist eine flexible Lösung, bei der Lernende den Lernprozess eigenverantwortlich steuern. Aufgrund ihrer persönlichen Interessen suchen sie sich die Inhalte aus einem breiten Angebot (Videos, Artikel, Podcasts usw.) aus. Der Prozess wird durch die Integration von adaptivem Lernen (adaptive Learning) in die LXPs optimiert. Auf der Basis der vorhandenen Daten erhalten Lernende zudem KI-gestützte Empfehlungen.

Im Gegensatz dazu ist ein Learning Management System strukturierter, da der Schulungsverantwortliche in diesem Fall bestimmt, welche Kurse und Module zu absolvieren sind. Diese starren Vorgaben lassen zwar keinen Raum für personalisierte Inhalte, erleichtern jedoch die Überwachung und Abwicklung von vorgegebenen Schulungen.

Analytische Fähigkeiten und Feedback in Echtzeit

Ein LMS konzentriert sich im Wesentlichen auf die Organisation und Überwachung von Ausbildungen. Die Plattform erstellt Berichte über den Lernfortschritt sowie standardisierte Bewertungen. Mithilfe umfangreicher Reportingtools lassen sich Lernprozesse überwachen und Schulungsmaßnahmen optimieren.

Eine LXP beinhaltet dagegen Echtzeitanalysen und liefert sofortige Rückmeldungen. Durch diese fundierten Auswertungen lassen sich Lernerlebnisse individualisieren und die Interaktionen zwischen Usern überwachen. Das liefert dem Unternehmen datengesteuerte Einblicke in das Lernverhalten sowie die Lernerfolge. Jeder Nutzer erhält dynamische Empfehlungen, die auf seine Interessen und seinen Lernfortschritt zugeschnitten sind.

LXP vs. LMS: Was ist die beste Lösung für Ihr Unternehmen?

Im dynamischen Arbeitsumfeld von heute ist es wichtig, für die Entscheidung zwischen LXP und LMS die Unterschiede sowie die spezifischen Vorteile der Tools zu berücksichtigen, um eine fundierte Entscheidung zu treffen.

Anhaltspunkte für die Entscheidung

Welche Schulungsmethode für Ihre Mitarbeiter am geeignetsten ist, hängt von den individuellen Anforderungen Ihres Unternehmens ab. Für Unternehmen, die standardisierte Schulungsprozesse einrichten und die Fortschritte der Lernenden genau überwachen müssen, ist ein LMS die bessere Wahl. Unternehmen, die dagegen auf flexible, interaktive und personalisierte Lernerfahrungen setzen, sollten sich für eine LXP entscheiden.

Und wie sieht es mit einer Hybrid-Lösung aus?

Immer mehr Organisationen entscheiden sich heute für eine Hybrid-Lösung, also eine Kombination von LXP und LMS. Die Bündelung der Vorteile beider Lösungen fördert die Motivation der User und macht die Kreation maßgeschneiderter Schulungsprogramme möglich.Die Lernprozesse werden flexibler und interaktiver, wobei gleichzeitig eine effiziente Organisation und Verwaltung der Schulungen gewährleistet ist. Mit dieser Vorgehensweise erfüllen Unternehmen einerseits die Compliance-Anforderungen im Fortbildungsbereich und stellen andererseits eine kontinuierliche Wissens- und Kompetenzerweiterung sicher. Vergessen Sie jedoch nicht, das zur Verfügung stehende Budget in Ihre Überlegungen einzubeziehen, bevor Sie sich für eine Lösung entscheiden.

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Marielle Gantenberg

Marielle ist als Country Managerin verantwortlich für unsere DACH-Kunden. Sie unterstützt CIOs und HR-Leiter bei der Optimierung der Technologieakzeptanz und der Verbesserung von Geschäftsprozessen. Mit einer Leidenschaft für Innovation schreibt sie regelmäßig über Themen wie die Digitalisierung von HR-Prozessen und die Optimierung von ERP/CRM-Systemen. Entdecken Sie ihre Artikel im Blog von Goldfuchs Software für praktische Einblicke und maßgeschneiderte Lösungen für Ihre technologischen Herausforderungen.

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