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Lernstile nach Honey und Mumford: ein Leitfaden

Die Tatsache, dass sich ein Lernender darüber bewusst ist, wie er sich das Lernen erleichtern kann, ist bereits ein guter Ausgangspunkt, um dabei erfolgreich zu sein. Lesen Sie bei Goldfuchs Software mehr über die Lernstile nach Honey und Mumford, denn er vermittelt Ihnen einen guten Überblick über die Art, wie Menschen Informationen verarbeiten. Das Konzept hilft zudem dabei, zu erkennen, wie man seine Fähigkeiten am besten einsetzt, um das vorhandene Potenzial optimal auszuschöpfen.

Die 4 Lernstile nach Honey und Mumford

Honey und Mumford haben in ihrem Modell vier Lernstile definiert, von denen jeder einen anderen Ansatz für die Aneignung von Wissen beschreibt. Das Konzept vermittelt ein besseres Verständnis für die individuellen Lernprozesse und bietet Ansatzpunkte, um Unterrichtsmethoden an diese Prozesse anzupassen.

Der Aktivist

Aktivisten lieben neue Erfahrungen und Herausforderungen. Sie lernen durch praktische Erfahrungen, kümmern sich aber wenig um das logische Verständnis. Sie lieben komplexe und nuancierte Aufgaben und lassen sich auch nicht abschrecken, wenn detaillierte Anleitungen oder Hinweise fehlen.

Aktivisten gehen gerne ein Risiko ein, wenn sie sich in praktische Erfahrungen stürzen. Ein interaktives und erfahrungsbasiertes Lernumfeld begeistert sie. Allerdings muss man sie von Zeit zu Zeit dazu anhalten, eine Pause einzulegen und ein Fazit aus dem Erlebten zu ziehen.

Der Nachdenker

Nachdenker sind ausgezeichnet darin, eigene und fremde Erfahrungen zu beobachten und darüber nachzudenken. Sie lieben es, Informationen zu analysieren, und können auch mit unstrukturierten qualitativen Daten sowie unkoordinierten Informationen gut umgehen. Ein Nachdenker fühlt sich am wohlsten, wenn er in seinem eigenen Tempo reflektieren und autonom oder in kleinen Gruppen arbeiten kann. Druck oder die Notwendigkeit, schnelle Entscheidungen zu treffen, lösen bei ihm jedoch ein ungutes Gefühl aus.

Der Theoretiker

Theoretiker fühlen sich von abstrakten Konzepten, Theorien und Modellen angezogen. Sie lernen am besten, wenn sie Daten analysieren oder Zusammenhänge zwischen logischen Gedankengängen herstellen. Sie wollen Prinzipien und die ihnen zugrunde liegenden Theorien verstehen, welche die Phänomene erklären. In unklaren Situationen, die möglicherweise ein intuitives Vorgehen erfordern, fühlen sie sich unwohl.

Der Pragmatiker

Der vierte Lernstil nach Honey und Mumford ist der pragmatische Stil. Pragmatiker gehen logisch an Dinge heran und konzentrieren sich darauf, das Gelernte in der Praxis anzuwenden. Sie lernen am besten durch praktische Beispiele, konkrete Erfahrungen und Fallstudien.

Wie erkennt man seinen eigenen Lernstil?

Alle diese Lerntypen haben einen ihnen eigenen Lernstil. Eine Vorgehensweise, die einer Person liegt, muss nicht zwangsläufig die richtige für eine andere Person sein. Wenn Sie sich Kompetenzen aneignen und in Ihrem Beruf weiterkommen wollen, sollten Sie wissen, welche Methode bei Ihnen am besten funktioniert. Überlegen Sie daher, wo Ihre Interessen und Vorlieben liegen und wie Sie am besten lernen.

Wenn Sie sich beispielsweise gerne neuen Herausforderungen stellen und praktische Erfahrungen lieben, sind Sie ein Aktivist. Wenn Sie dagegen großen Wert auf rationales Denken legen und ihre Ziele an Prinzipien und Theorien ausrichten, sind Sie ein Theoretiker. Auf diese Weise können Sie Ihren eigenen Lernstil gut bestimmen.

Praktische Anwendung der Lernstile

Das Modell der Lernstile nach Honey und Mumford lässt sich in sehr unterschiedlichen Zusammenhängen anwenden. Egal, ob Sie ein Manager oder eine Lehrkraft sind, es ist immer hilfreich, die Lernstile anderer zu verstehen.

Im Bildungswesen

Als Lehrkraft oder Ausbilder nutzen Sie den Fragebogen über die Lernstile nach Honey und Mumford, um auf dieser Basis Ihre Unterrichtsstrategie an die jeweiligen Vorlieben anzupassen. Durch visuelle Elemente, praktische Aktivitäten, Frage-und-Antwort-Spiele oder Gruppendiskussionen schaffen Sie integrative Lernumgebungen und gestalten den Unterricht ansprechender und interessanter.

Lehrkräfte können bereits bei der Erstellung von Ausbildungsprogrammen verschiedenste Aktivitäten vorsehen, die den unterschiedlichen Präferenzen gerecht werden. Das können Selbstbeobachtungsübungen oder Nachforschungen für Reflektoren beziehungsweise die Lösung realer Probleme und Fallstudien für Pragmatiker sein. Je abwechslungsreicher die Lernerfahrungen sind, desto größer ist die Motivation. Das vermittelte Wissen wird besser behalten, neue Fertigkeiten schneller vermittelt.

Im beruflichen Umfeld

Ein Manager, der weiß, auf welche Art seine Mitarbeiter Informationen verarbeiten, kann sein Team besser führen und die Entwicklung der Mitglieder fördern. Arbeitet er beispielsweise mit einem Aktivisten zusammen, kann er ihm die Gelegenheit bieten, praktische Lernerfahrungen zu machen.

Ein Theoretiker wird es dagegen schätzen, komplexe Zusammenhänge zu untersuchen oder an strukturierten Brainstorming-Sitzungen teilzunehmen. Durch das Anpassen an die Lernpräferenzen seiner Mitarbeiter schafft die Führungskraft ein produktives Arbeitsumfeld. Werden die Mitarbeiter dazu angeleitet, ihren eigenen Lernstil herauszufinden, dann können sie ihre berufliche Weiterentwicklung gelassener weiterverfolgen.

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Marielle Gantenberg

Marielle ist als Country Managerin verantwortlich für unsere DACH-Kunden. Sie unterstützt CIOs und HR-Leiter bei der Optimierung der Technologieakzeptanz und der Verbesserung von Geschäftsprozessen. Mit einer Leidenschaft für Innovation schreibt sie regelmäßig über Themen wie die Digitalisierung von HR-Prozessen und die Optimierung von ERP/CRM-Systemen. Entdecken Sie ihre Artikel im Blog von Goldfuchs Software für praktische Einblicke und maßgeschneiderte Lösungen für Ihre technologischen Herausforderungen.

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