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Was ist ein CMMS?

Ein CMMS, ein Computerized Maintenance Management System (computergestütztes Wartungsmanagementsystem), ist heute ein unverzichtbares Tool für Industrieunternehmen. Die Software gibt es mittlerweile seit einigen Jahren, und sie wird in den unterschiedlichsten Branchen eingesetzt. Die Vielzahl an CMMS-Lösungen, die heute angeboten werden, hat die Art und Weise, wie Organisationen ihre Ausrüstung warten und instand halten, verändert. Lesen Sie mehr über diese revolutionären Tools, ihre Funktionsweise und ihre Vorteile.

So funktioniert ein CMMS

Der Einsatz eines CMMS mag vielleicht komplex erscheinen, im Grunde ist es aber ein einfaches Tool. Es unterstützt die Arbeit der beteiligten Mitarbeiter und vereinfacht Administratoren die Aufgabe.

Ein CMMS basiert auf einer benutzerfreundlichen Oberfläche, die in der Regel aus einer Reihe von Dashboards besteht. Diese Dashboards visualisieren schnell und übersichtlich die Ergebnisse einer Wartungsanalyse.

Je nach der gewählten Software können die Dashboards für bestimmte User angepasst werden (Techniker, Manager …), die dann in der Lage sind, direkt aus der Benutzeroberfläche heraus eine Wartungsanfrage zu erstellen. Sowohl Mitarbeiter als auch Betriebsführer usw. können solche Anfragen stellen. Das CMMS bietet die Möglichkeit, Anfragen nach ihrer Dringlichkeit und Wichtigkeit einzustufen. Es hilft dabei, das Lagermanagement zu verbessern, da der Überblick über Ausrüstung und Teile durch eine intuitive Benutzeroberfläche erleichtert wird.

Geschichte des CMMS

Instandhaltung und Wartung waren ursprünglich Prozesse, die manuell gesteuert wurden. Dafür wurden Papierdokumente genutzt, manches wurde nur mündlich übermittelt. Durch die zunehmende Industrialisierung wurden Maschinen und Geräte jedoch immer komplexer, sodass diese Arbeit aufgrund der gestiegenen Menge an Informationen extrem schwierig wurde. Die Idee, das Wartungsmanagement mit Computern zu verwalten, entstand in den 1980-er Jahren und führte zur Entwicklung des computergestützten Wartungsmanagementsystems (CMMS).

Mit dem CMMS war es nun möglich, alle Dokumente und Informationen im Zusammenhang mit Wartung und Instandhaltung zu digitalisieren und zentral zu kontrollieren. User, die Zugriff auf dieses Tool haben, haben einen umfassenden Überblick über alle Arbeiten in Zusammenhang mit den Maschinen.

Im Laufe der Zeit hat sich das CMMS immer weiterentwickelt, sodass es inzwischen für moderne Organisationen, die ihre Wartungsarbeiten optimieren möchten, ein unverzichtbarer Verbündeter ist. Heute nutzen Unternehmen verschiedenster Branchen – angefangen von der Schwerindustrie bis hin zu Einkaufszentren – solche Systeme.

EAM vs. CMMS: Wo liegen die Unterschiede?

Es ist wichtig, sich klarzumachen, dass es einen Unterschied zwischen einem Enterprise-Asset-Management-System (EAM) und einem computergesteuerten Wartungsmanagementsystem gibt. Der Unterschied liegt im Wesentlichen im Umfang und den Zielen.

Mit EAM wird der gesamte Lebenszyklus der betrieblichen Assets von der Beschaffung (oder dem Kauf) bis hin zur Entsorgung gesteuert. Das System betrifft also das Management der physischen Anlagen (Ausrüstung, Installationen, Fahrzeuge …). Das Ziel von EAM liegt vor allem darin, den Wert der Assets während ihres Lebenszyklus zu optimieren. EAM dient demnach dazu:

  • Assets maximal zu nutzen,
  • die Wartungskosten zu minimieren,
  • die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen zu garantieren.

Ein CMMS konzentriert sich dagegen auf das Management der Wartungsaufgaben. Sein Ziel besteht im Wesentlichen darin, die Verfügbarkeit und Verlässlichkeit der Ausrüstung zu gewährleisten. Um dies zu erreichen, werden präventive Wartungsaufträge und konkrete Reparaturmaßnahmen geplant, verfolgt und optimiert.

Die wichtigsten Vorteile eines CMMS

Ein CMMS kann als Webversion oder mobile App installiert sein und bietet eine ganze Reihe von Vorteilen, die alle einer Steigerung der betrieblichen Leistungsfähigkeit dienen. Zunächst bietet es einen optimalen Überblick über die Ausrüstung, indem es automatische Berichte erstellt, die intelligentes und proaktives technisches Management unterstützen. Planung und Rückverfolgbarkeit der Interventionen helfen dabei, die Wartungskosten zu senken.

Mit einem CMMS lassen sich die Interventionen gezielt steuern, was die Lebensdauer von Maschinen und Ausrüstung erhöht und für das Unternehmen hohe Einsparungen bedeutet. Features für das Teilen von Informationen (z. B. der automatische Versand von E-Mails) stärken die interne Kommunikation. Funktionen wie automatische Bestellungen helfen zudem dabei, die Warenbeschaffungskosten zu senken und Fehlbestände zu vermeiden.

Der Wandel zu SaaS-Lösungen bei CMMS

In den letzten Jahren wurden CMMS-Lösungen immer zahlreicher und vielfältiger. Neben der klassischen Software, die gekauft und dann vor Ort im Unternehmen installiert wird, werden CMMS nun auch als SaaS-Lösungen (Software-as-a-Service) bereitgestellt. Der Übergang zu diesen neuen Tools erfolgt schrittweise, ohne die Abläufe des Tagesgeschäftes zu beeinträchtigen.

CMMS als SaaS-Lösung ist das Ergebnis des ungeheuren technologischen Fortschritts, der in den vergangenen Jahrzehnten stattfand. Verglichen mit dem klassischen Softwarelizenzmodell bietet ein CMMS als SaaS-Lösung zahlreiche Vorteile. Einer der wichtigsten liegt in einer ultraschnellen Einführung gegenüber der herkömmlichen Variante. Das System ist mit nur wenigen Klicks betriebsbereit und erfordert, wenn überhaupt, nur eine sehr geringe Schulung. Außerdem fallen für den Kauf einer klassischen Software hohe Kosten an, was bei einem CMMS als SaaS-Lösung nicht der Fall ist. Unternehmen oder Dienstleistungsanbieter können ein solches System also zu geringen Kosten testen und an ihre Anforderungen anpassen.

Dieses Softwaremodell zeichnet sich auch dadurch aus, dass es häufig aktualisiert wird. Das garantiert eine konstante Performance und Anpassung an technologische Entwicklungen oder Userfeedbacks. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass man von jedem beliebigen Gerät mit Internetverbindung darauf zugreifen kann. Das Resultat: optimierte Planung und strategische Analyse und letztlich qualitativ bessere Wartungsinterventionen, was vor allem im Zusammenhang mit der gestiegenen Bedeutung von Homeoffice besonders wichtig ist.

Schlussfolgerung: Warum sollte man ein CMMS einführen?

Die Einführung eines CMMS ist für moderne Unternehmen eine unumgängliche strategische Entscheidung. Ob in Form einer herkömmlich installierten Software oder als SaaS-Lösung, ein CMMS unterstützt das optimale Management von Reparaturen und präventiver Wartung. Es ist ein Synonym für einen besseren Überblick über Anlagen und Ausrüstung, niedrigere Kosten, eine längere Lebensdauer der Assets und eine bessere interne Kommunikation.

Change Fatigue: Symptome und wirksame Lösungswege

Heutzutage liegt eine der größten Herausforderungen für Unternehmen in der Umsetzung von Veränderungen. Allerdings werden die Folgen davon oft unterschätzt, und es kommt vor, dass Mitarbeiter mangelnde Motivation, Müdigkeit bis hin zur Erschöpfung zeigen, ein Phänomen, das unter dem Namen Change Fatigue bekannt ist. In diesem Kontext ist es nur zu wahrscheinlich, dass sie die Veränderung ablehnen. Seit der Coronaviruspandemie hat sich in Unternehmen enorm viel verändert: Abbau von Arbeitsplätzen, Homeoffice und hybrides Arbeiten, Verschiebung der Prioritäten. Was können Unternehmen 2024 tun, um Change Fatigue wirksam zu bekämpfen?

Change Fatigue verstehen

Ausgeprägte Resignation, innerliche Kündigung oder Career Cushioning? Change Fatigue, also Veränderungsmüdigkeit, hat sich zum „Trend“ im Berufsleben entwickelt. Zahlreiche Personalverantwortliche haben dieses Phänomen bei ihren Mitarbeitern untersucht und dabei festgestellt, dass Change Fatigue im Jahr 2023 zugenommen hat.

Ein durchschnittlicher Beschäftigter war im Verlauf des Jahres 2023 mit 10 Veränderungen an seinem Arbeitsplatz konfrontiert. Die Folge: Veränderungsmüdigkeit macht sich breit. Haben im Jahr 2016 noch 74 % der Mitarbeiter eine organisatorische Veränderung unterstützt, waren es 2022 nur noch 43 %.

Gartner Survey

Parallel dazu steigt die Absicht, das betreffende Unternehmen zu verlassen. Nur 43 % der Mitarbeiter, die unter einer überdurchschnittlichen Change Fatigue leiden, sind bereit, in der Organisation zu bleiben, während es bei Mitarbeitern mit einer nur wenig ausgeprägten Veränderungsmüdigkeit 74 % sind. Dieser Zustand wirkt sich nicht nur stark auf die Produktivität aus, sondern kann darüber hinaus die Moral und das allgemeine Wohlbefinden innerhalb des Unternehmens beeinflussen.

Change Fatigue ist der Ausdruck dafür, dass Individuen sich durch die ständige Konfrontation mit Veränderungen erschöpft fühlen und ihr Engagement für die Arbeit spürbar nachlässt. Dabei ist es nicht von Bedeutung, ob die Veränderungen eine organisatorische Umstrukturierung, einen Wechsel in der Unternehmensleitung, die Einführung technologischer Neuerungen oder die Änderung von Prozessen und Abläufen betrifft. Die Menschen haben in der Regel ein natürliches Streben nach Stabilität und Vertrautheit. Je öfter diese Faktoren gestört werden, desto mehr löst dies Gefühle wie Stress, Unruhe und Erschöpfung aus.

Symptome für Change Fatigue

Will man Change Fatigue bekämpfen, sollte man zunächst ihre Symptome kennen und erkennen. Die folgenden Anzeichen und Verhaltensweisen sind häufig ein Zeichen für Change Fatigue:

  1. Sinkende Produktivität: Bei der Einführung neuer Prozesse und Technologien verlangsamen die Mitarbeiter möglicherweise ihren Arbeitsrhythmus. Aufgrund von höherem Stress und der Ablenkung durch die Veränderung können sie sich unter Umständen nur schlecht auf ihre Aufgabe konzentrieren oder Fristen einhalten.
  2. Widerstand gegen Veränderungen: Die Individuen widersetzen sich oft neuen Vorgehensweisen oder Prozessen und klammern sich an die gewohnte Routine. Dieses Symptom deutet häufig auf Change Fatigue hin und kann ein Zeichen für schlechtes Veränderungsmanagement sein.
  3. Häufige Abwesenheiten: Change Fatigue kann zu häufigeren Abwesenheiten führen, da die Mitarbeiter versuchen, sich der Stress auslösenden Umgebung zu entziehen. In diesem Stadium kündigt das Fernbleiben von der Arbeit weitere Folgen an: eine steigende Fluktuationsrate und steigende Kosten für Personalbeschaffung.
  4. Stimmungsverschlechterung: Machen sich am Arbeitsplatz Enttäuschung und Apathie breit, führt das oft zu einer schlechteren Stimmung und einem schlechteren Zusammenhalt der Belegschaft. Das kann ein Dominoeffekt sein, der durch einen einzigen Mitarbeiter ausgelöst wird. Aktuelle Untersuchungen deuten sogar darauf hin, dass Stress ansteckend ist und sich wie Schnupfen ausbreitet.
  5. Physische Symptome: Eine dauerhafte Stresssituation kann zu physischen Symptomen wie Kopfschmerzen, Müdigkeit und Schlafstörungen führen. Treten zu solchen physischen Symptomen gleichzeitig emotionale Spannungen auf, dann sind das Anzeichen für einen beginnenden Erschöpfungszustand.

Strategien, um Change Fatigue zu überwinden

Der Umgang mit Change Fatigue erfordert eine mehrgleisige Vorgehensweise, die auf Kommunikation, Unterstützung und Stärkung der Resilienz basiert. Folgende Strategien haben sich als effizient erwiesen:

1. Transparente Kommunikation

Eine offene und transparente Kommunikation ist für die erfolgreiche Umsetzung von Veränderungen sehr wichtig. Führungskräfte sollten klar und kohärent über die aktuelle Entwicklung und die Gründe für die Veränderung sowie die erwarteten Auswirkungen kommunizieren und gleichzeitig aufzeigen, welche Ressourcen verfügbar sind, um die Mitarbeiter während des Transitionsprozesses zu unterstützen. Das ist der erste Schritt hin zu einem erfolgreichen Veränderungsmanagement.

2. Die Mitarbeiter einbeziehen

Werden die Mitarbeiter in den Veränderungsprozess einbezogen, kann dies ein Gefühl von Unterstützung und Selbstständigkeit hervorrufen. Ermutigen Sie Rückmeldungen, fordern Sie zu Verbesserungsvorschlägen auf und beziehen Sie die Beschäftigten wo immer möglich in die Entscheidungen mit ein. Dieser kooperative Ansatz kann die Akzeptanz der Mitarbeiter enorm steigern und den Widerstand gegen die Veränderung senken.

3. Förderung von Resilienz und Agilität

Wenn Sie in Schulungen für Ihre Mitarbeiter investieren, um deren Resilienz zu fördern, können sich diese die notwendigen Techniken aneignen, um wirksamer mit Neuerungen umzugehen. Das kann Workshops für Stressmanagement, Wahrnehmungsübungen oder Resilienz-Seminare beinhalten, die an Punkten wie emotionaler Intelligenz und Anpassungsfähigkeit arbeiten. Schulungen für mehr Agilität oder agiles Projektmanagement vermitteln Projektmanagement-Methoden, bei denen Flexibilität, Zusammenarbeit und iteratives Arbeiten im Mittelpunkt stehen.

4. Leistungen anerkennen

Veränderungen bringen eine Vielzahl von Herausforderungen mit sich und es ist wichtig, Erfolge zu feiern und die Leistungen der Mitarbeiter anzuerkennen, die sich anpassen und gut mit den Neuerungen umgehen. Egal, ob es sich um kleine oder große Erfolge handelt, die Anerkennung der Leistung kann die Stimmung und Motivation im Verlauf von Transitionsprozessen stärken. Für manche ist die Bestätigung ihrer Arbeit ein Zeichen dafür, dass sie wahrgenommen werden und ihre Arbeit geschätzt wird.

5. Eine Kultur der Unterstützung fördern

In einer Unternehmenskultur, die Wert auf Unterstützung und Integration legt, fühlen sich die Mitarbeiter gehört, geschätzt und aufgewertet. Fördern Sie Unterstützungsnetzwerke unter Kollegen und Coachingprogramme. Schaffen Sie Möglichkeiten für soziale Kontakte, da dies den Teamgeist stärkt. Kreieren Sie Unternehmensinitiativen, mit denen Sie sich abheben und in denen die Mitarbeiter im Mittelpunkt stehen. Die kulturelle Erfahrung, die Ihre Mitarbeiter suchen, wird ihre Erwartungen an die Arbeit und ihre Leistungsfähigkeit steigern.

🍋 Nutzen Sie die Unterstützung von Goldfuchs Software für effiziente Schulungen und Veränderungsmanagement

„Change Fatigue“ ist kein Modebegriff, der erst in den letzten Jahren entstanden ist. Das Symptom existiert schon lange und wird sich in den kommenden Jahren zu einer immer größeren Challenge entwickeln. In einer Zeit, in der die Generation Z gerade in das Berufsleben eintritt, werden sich die Erwartungen an den Arbeitsplatz weiterhin verändern. Dies hat zwangsläufig Auswirkungen auf die HR-Strategien. Unternehmen können besser durch Veränderungsprozesse navigieren und negative Auswirkungen auf die Produktivität reduzieren, wenn sie die Symptome anerkennen und proaktive Strategien entwickeln. Eine transparente Kommunikation, der Einbezug der Mitarbeiter, die Förderung von Resilienz und Agilität, die Anerkennung von Leistungen und eine unterstützende Unternehmenskultur sind zentrale Elemente, um mit Change Fatigue umzugehen und die Beschäftigten resilienter zu machen.

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Marielle Gantenberg

Marielle ist als Country Managerin verantwortlich für unsere DACH-Kunden. Sie unterstützt CIOs und HR-Leiter bei der Optimierung der Technologieakzeptanz und der Verbesserung von Geschäftsprozessen. Mit einer Leidenschaft für Innovation schreibt sie regelmäßig über Themen wie die Digitalisierung von HR-Prozessen und die Optimierung von ERP/CRM-Systemen. Entdecken Sie ihre Artikel im Blog von Goldfuchs Software für praktische Einblicke und maßgeschneiderte Lösungen für Ihre technologischen Herausforderungen.

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