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4 Change-Management-Arten und ihr Beitrag zur Unternehmens-Transformation

Effektives Change Management ist entscheidend für den Erfolg eines jeden Unternehmens. Eine Organisation, die sich weigert, sich an Marktentwicklungen anzupassen, ist dem Untergang geweiht. Anpassungsfähigkeit und die Fähigkeit, schnell auf Veränderungen im Markt, in Technologien und Kundenbedürfnissen zu reagieren, sind entscheidend für die Aufrechterhaltung der Wettbewerbsfähigkeit. Mit diesem Ziel vor Augen erkunden wir 4 Arten von Change Management und ihre Rollen bei der Unternehmensumwandlung: kontinuierlicher Wandel, vorgeschlagener Wandel, dirigierter Wandel und organisierter Wandel. In diesem Artikel werden die charakteristischen Merkmale jedes dieser Veränderungen identifiziert.

Mit diesem Gedanken im Hinterkopf erkunden wir 4 Arten von Change Management und ihre Rollen bei der Transformation von Unternehmen: kontinuierlicher Wandel, vorgeschlagener Wandel, dirigierter Wandel und organisierter Wandel. In diesem Artikel werden die charakteristischen Merkmale jeder dieser Veränderungen identifiziert.

Kontinuierliches Change-Management

Ein kontinuierlicher Prozess für das organisatorische Change-Management – auch evolutiver Prozess genannt – ist ein strategischer Ansatz, bei dem Veränderungen im Unternehmen allmählich und konstant stattfinden. Im Gegensatz zu anderen Arten des Change-Managements, die sich durch eine radikalere Vorgehensweise auszeichnen, basiert kontinuierliches Change-Management auf regelmäßigen Anpassungen und einer schrittweisen Weiterentwicklung auf allen Ebenen des Unternehmens: Abläufe, Prozesse, Produkte und Services. Diese Art organisatorischer Veränderungsprozesse ist zudem durch eine nicht strukturierte Vorgehensweise geprägt, bei der weder der Beginn noch das Ende eindeutig bestimmt sind.

Wann ist kontinuierliches Change-Management notwendig?

Meist sind es interne oder externe Faktoren, durch die sich ein Unternehmen über die Notwendigkeit für Verbesserungen bewusst wird, und die demzufolge einen kontinuierlichen Veränderungsprozess auslösen. Solche Faktoren können sein:

  • Rückmeldungen,
  • veränderte Kundenbedürfnisse,
  • durch Diagnosen aufgedeckte Mängel,
  • Best Practices, die in anderen Industriebereichen beobachtet werden.

Der große Unterschied zwischen einem kontinuierlichen und einem geplanten Veränderungsprozess liegt in der Flexibilität, die der erstgenannte Ansatz bietet. Es handelt sich nämlich um ein organisches Modell, das sich auf die reale Entwicklung stützt. In diesem Fall werden während des ganzen Prozesses bei Bedarf Anpassungen vorgenommen. Führungskräfte können im Rahmen des Change Managements beispielsweise bestimmte Teilschritte oder definierte Ziele des Projektes ändern.

Wie setzt man diese Art von Change Management in der Praxis um?

Kontinuierliches Change-Management ist ein Prozess, der in vielen Betrieben abläuft. Kundenbedürfnisse ändern sich heute im Zuge des technologischen Fortschritts rasant, und Unternehmen der Technologiebranche sind demzufolge gezwungen, sich kontinuierlich an solche Veränderungen anzupassen. Produktentwicklungsprozesse müssen daher ständig auf den aktuellsten Stand gebracht werden.

In diesem Fall kann das Unternehmen die Mitarbeiter dazu ermuntern, Verbesserungsmöglichkeiten im Tagesgeschäft aufzuzeigen. Dahinter steht das Ziel, effizientere Entwicklungsmethoden umzusetzen und in die Aus- und Weiterbildung der Beschäftigten zu investieren.

Initiiertes Change-Management

Dies ist eine andere Art, Change-Projekte im Unternehmen umzusetzen. In diesem Fall gibt die Unternehmensleitung genau vor, welche neuen Maßnahmen umgesetzt werden müssen. Die Mitarbeiter werden nicht zwangsläufig nach ihrer Meinung gefragt.

Welche Rolle hat die Unternehmensleitung?

Die Führungsriege des Unternehmens spielt beim initiierten Change Management eine proaktive Rolle. Sie bestimmt, in welchen Bereichen es zu Veränderungen oder Anpassungen kommen muss. Anschließend arbeitet sie einen Plan aus, der umgesetzt werden muss, und definiert gleichzeitig, welche Ziele am Ende des Transitionsprozesses erreicht werden sollen. Die Unternehmensleitung bestimmt darüber hinaus, welche Ressourcen für die Umsetzung der Veränderungen bereitgestellt werden und wie man mit Widerstand umgeht.

Damit dieser Veränderungsprozess gut abläuft, müssen die Führungskräfte gemeinsam mit dem Bereich Human Resources (HR) eine ausgewogene Vorgehensweise ausarbeiten, damit die Mitarbeiter nicht mit zu vielen Veränderungen auf einmal konfrontiert werden. So können zum Beispiel Ziele, Fristen und die notwendigen Ressourcen definiert werden. Es ist bei dieser Vorgehensweise jedoch möglich, die Aktivitäten, mit denen die Ziele in der vorgesehenen Frist erreicht werden sollen, gemeinsam mit den Beschäftigten zu bestimmen.

Warum ist eine gute Kommunikation beim initiierten Change Management wichtig?

Eine gute Kommunikation im Rahmen des Change Managements kann die Motivation der Mitarbeiter fördern und folglich die Transition vereinfachen. Sie können den Beschäftigten beispielsweise die Gründe erläutern, die zu der organisatorischen Veränderung geführt haben, und die aus ihr resultierenden Vorteile für das Unternehmen aufzeigen. Es kann sinnvoll sein, für die Umsetzung eines initiierten Change-Management-Projektes Experten wie Goldfuchs Software hinzuzuziehen, um die Motivation und das Engagement der Beteiligten zu verbessern.

Direktives Change-Management

Bei diesem Change-Management-Ansatz werden die Mitarbeiter von der Unternehmensleitung gelenkt und kontrolliert. Er beruht daher auf einem autoritären Führungsstil und auf Kontrollen in jeder Projektphase. Die Entscheidungen für die Umsetzung der Veränderung im Unternehmen werden einseitig getroffen, sowohl was die Maßnahmen als auch die Methoden angeht.

Welche Rolle spielen die Mitarbeiter bei diesem Change-Management-Ansatz?

Viele Führungskräfte agieren nach dem Prinzip des direktiven Change Managements. Diese Vorgehensweise wird oft mit der taylorschen Managementtheorie in Verbindung gebracht, die nach dem Amerikaner Frederick Winslow Taylor benannt wurde. Bei diesem Konzept haben die Mitarbeiter lediglich eine ausführende Rolle und müssen den Anweisungen der Unternehmensleitung folgen. Sie führen ihre Aufgaben auf eine standardisierte Art und Weise aus. Das Prinzip kann sich als effizient erweisen, sofern die Direktion die richtigen Entscheidungen trifft und die richtigen Arbeitsmethoden festlegt. Sie muss die Beschäftigten eng überwachen und die Leistung anhand der im Vorfeld definierten Normen kontrollieren.

Wie setzt man direktives Change-Management am besten um?

Ein Unternehmen, das bestrebt ist, die Produktionskosten signifikant zu senken, um auf diese Weise den Ertrag zu steigern, entscheidet sich möglicherweise für eine Change-Management-Methode nach dem Taylor-Prinzip. Dafür entwickelt die Direktion einen strategischen Plan, der unter anderem folgende Dinge festlegt:

  • Arbeitsmethoden,
  • Arbeitszeiten,
  • Produktionsquoten u. v. m.

Sie informiert die Mitarbeiter lediglich über die neue Art zu arbeiten und setzt ein Qualitätskontrollteam ein, das die Arbeit überwacht.

Organisiertes Change-Management

Wie beim kontinuierlichen Change Management liegt das endgültige Ziel beim organisierten Change Management nicht von Anfang an fest. Dieser Ansatz fördert die Abstimmung aller Beteiligten, sodass jeder nach einer Bestandsaufnahme Vorgehensweisen, Arbeitsmethoden und mögliche Ziele vorschlagen kann.

Warum bezieht man die Mitarbeiter ein?

Beim organisierten Change Management werden die Mitarbeiter aktiv einbezogen. Auf diese Weise soll ein Arbeitsumfeld entstehen, das Kreativität und Innovation fördert. Die Unternehmensleitung spielt zwar beim Treffen der Entscheidungen eine wichtige Rolle, die Meinungen der Beschäftigten werden jedoch berücksichtigt. Das Konzept bietet den Vorteil, dass es bei veränderten Unternehmensanforderungen Flexibilität und Anpassungsfähigkeit bietet. Ein wichtiger Faktor ist dabei das Ausprobieren.

Wie führt man organisiertes Change-Management ein?

Um organisiertes Change-Management einzuführen, beginnen viele Führungskräfte damit, zunächst eine Vision der gewünschten Transformation zu entwickeln. Egal, ob es sich um organisatorische oder um eine strukturelle Veränderung handelt, zunächst werden die gewünschten Ziele und die Vorteile der Transition für das Unternehmen präsentiert. Im nächsten Schritt beginnt die Zusammenarbeit mit den Beteiligten. Die Direktion ermutigt alle Akteure, ihren Beitrag zum Prozess zu leisten und Ideen oder Lösungsansätze vorzuschlagen. Auf diese Weise entsteht ein iterativer Prozess, der im Laufe der Zeit aufgrund von Rückmeldungen angepasst werden kann.

Change Management ist ein wichtiges Element im Leben einer Organisation. Die vier erwähnten Change-Management-Methoden bieten verschiedene Ansätze, wie ein Unternehmen die Transition hin zu optimierten Strukturen und Abläufen umsetzen kann, die den derzeitigen und zukünftigen Herausforderungen besser entsprechen. Es ist wesentlich, sich für den Ansatz zu entscheiden, der am besten zum Unternehmen und seinen Anforderungen passt. Für welches Modell Sie sich auch entscheiden, passen Sie es an die Situation und Kultur Ihres Unternehmens sowie an die Unternehmensziele an.

Marielle Gantenberg

Marielle ist als Country Managerin verantwortlich für unsere DACH-Kunden. Sie unterstützt CIOs und HR-Leiter bei der Optimierung der Technologieakzeptanz und der Verbesserung von Geschäftsprozessen. Mit einer Leidenschaft für Innovation schreibt sie regelmäßig über Themen wie die Digitalisierung von HR-Prozessen und die Optimierung von ERP/CRM-Systemen. Entdecken Sie ihre Artikel im Blog von Goldfuchs Software für praktische Einblicke und maßgeschneiderte Lösungen für Ihre technologischen Herausforderungen.

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