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Die 5 wichtigsten Lernmethoden: Welchen Stellenwert hat Learning by Doing?

Lernen ist ein komplexer Prozess, der zudem noch von einer Person zur anderen anders abläuft. Psychologen haben fünf wesentliche Theorien entwickelt, die die unterschiedlichen Bedürfnisse von Lernenden berücksichtigen.

Anhand dieser theoretischen Modelle kann man das Verhalten und die Reaktionen von Schülern in konkreten Lernsituationen besser entschlüsseln. Sie geben zudem Anhaltspunkte, wie man während des Lernprozesses auftretende Probleme löst.

Ausbilder können sich auf diese Theorien stützen, um den Bedürfnissen der einzelnen Individuen gerecht zu werden. Die Ansätze bilden eine regelrechte Lernstruktur, die alle wesentlichen Elemente einschließt.

Dadurch entsteht ein bereicherndes Bildungsumfeld, egal, ob in der Schule oder am Arbeitsplatz. Lesen Sie den Überblick von Goldfuchs Software über die fünf Lernmethoden und wo Learning by Doing dabei angesiedelt ist!

1. Behavioristisches Modell

Dieses Konzept ist im Schulunterricht sehr beliebt.

Definition von Behaviorismus

Die behavioristische Lerntheorie (die auf der Wissenschaft des menschlichen Verhaltens basiert) setzt auf die Art, wie ein Schüler lernt. Dabei wird betont, dass die Umgebung Auswirkungen auf das Verhalten hat. Während vererbte oder angeborene Faktoren die Ergebnisse nur wenig beeinflussen, bestimmen der Lebensstil und das familiäre Umfeld hingegen die Reaktionen. Insofern müssen Lehrkräfte an einer Verbesserung dieser Aspekte arbeiten.

Ein Angestellter eines Unternehmens kann beispielsweise durch eine Prämie belohnt werden, wenn er einen großen Auftrag abschließt. Um diese Belohnung zu erhalten, wird er sich umso mehr einsetzen. Man spricht dabei von positiver Verstärkung und Motivierung, zwei Grundpfeiler des Behaviorismus.

Wie integriert man diese Theorie in die betriebliche Weiterbildung?

Setzen Sie bei der Weiterbildung in Ihrem Unternehmen auf Behaviorismus. Sie können die behavioristische Theorie nutzen, um Mitarbeitern zu zeigen, wie sie auf bestimmte Reize reagieren sollen.

Dieses pädagogische Konzept stützt sich auf eine regelmäßige Wiederholung des Gelernten, um das gewünschte Verhalten zu erreichen. Hilfreich sind dabei Techniken wie angeleitetes Training, Übungen und positive Verstärkung.

2. Kognitives Modell

Der Kognitivismus entstand 1956, in einer Zeit, als auch die künstliche Intelligenz (KI) ihre ersten Gehversuche machte. Diese Lerntheorie konzentriert sich mehr auf den Prozess als auf das beobachtete Verhalten.

Definition von Kognitivismus

Anders als beim Behaviorismus oder bei Learning by Doing untersuchten die Verfechter des Kognitivismus die internen Prozesse und Zusammenhänge während des Lernprozesses. Das kognitivistische Modell versucht, die „Blackbox“ des Gehirns zu verstehen und zu öffnen.

Auf ein Unternehmen übertragen bedeutet dies, dass die Mitarbeiter Informationsverarbeiter sind und Wissen aus kognitiven Strukturen, sogenannten Schemata, besteht. Lernen bedeutet, die Schemata des Lernenden zu verändern. Dieser Ansatz hat sich als Reaktion auf den Behaviorismus durchgesetzt.

Wie setzt man dieses pädagogische Prinzip in der betrieblichen Weiterbildung um?

In diesem Fall nehmen die Mitarbeiter aktiv am Lernprozess im Unternehmen teil. Sie entwickeln Strategien, um Inhalte zu verstehen, zu lernen und zu verarbeiten.

3. Konstruktivistisches Modell

Ein weiterer Ansatz liegt im Konstruktivismus. Dieses Lernkonzept basiert auf einem einfachen Prinzip. Lernende müssen sich ihr Wissen auf aktive Weise aneignen. Indem sie auf bestehendes Wissen aufbauen, erwerben sie praktische Erfahrung. Der Ansatz Learning by Doing wurde vom pädagogischen Prinzip der aktiven Beteiligung inspiriert.

Definition von Learning by Doing

Bei Learning by Doing lernt man durch praktische Umsetzung. Die Mitarbeiter eines Unternehmens werden in Tätigkeiten eingebunden, die ihnen dabei helfen, Erfahrungen zu machen und auf diese Weise zu lernen. Die Tatsache, dass sie sich nicht auf theoretisches Wissen beschränken, unterstützt das langfristige Behalten von Informationen. Die Methode hilft dabei, neues Wissen besser zu verstehen und zu verinnerlichen.

Learning by Doing basiert auf zwei zentralen Elementen: wiederholen und nachahmen. Sobald andere Akteure im Unternehmen ein bestimmtes Verhalten zeigen, fühlen sich die Lernenden dazu ermutigt, diese neue Vorgehensweise ebenfalls zu übernehmen. Das erleichtert ebenfalls die Digital Adoption.

Durch Wiederholen werden neue Kompetenzen verankert. Nehmen wir beispielsweise jemanden, der das Geigespielen erlernt. Bei der theoretischen Ausbildung ist der Schüler dazu gezwungen, zuerst theoretisches Material zu studieren, bevor er damit beginnt, konkret Geige zu spielen. Bei Learning by Doing beginnt er sofort zu spielen und lernt auf diese Weise, die richtigen Töne zu treffen.

Learning by Doing hat zahlreiche Vorteile. Learning by Doing verstärkt das Merken von Informationen. Der Ansatz steigert die Effizienz und Autonomie der Mitarbeiter, sie können komplexe Probleme selbstständig lösen. Das führt sowohl zu einer Zeitersparnis als auch zu einer Reduzierung der Weiterbildungskosten.

Es hilft zudem dabei, die Beschäftigten durch Veränderungsprozesse im Unternehmen zu begleiten.

Wie integriert man Learning by Doing in die betriebliche Weiterbildung?

Learning by Doing ist besonders im Rahmen von Unternehmensschulungen und Change Management hilfreich. Durch den Aufschwung der Digitaltechnologie ist es immer häufiger notwendig, Mitarbeiter mit neuen Tools vertraut zu machen.

Setzen Sie Learning by Doing ein, um Ihre Mitarbeiter anzuleiten, durch praktische Anwendung zu lernen. Unsere Digital-Adoption-Software ist so konzipiert, dass Mitarbeiter beim Lernen angeleitet werden.

Bei Goldfuchs Software setzen wir im Wesentlichen auf Learning by Doing und bieten daher kontextbezogene Tutorials sowie interaktive Anleitungen an. Diese Lösungen

  • reduzieren die Supportanfragen,
  • erhöhen die Zufriedenheit,
  • erleichtern das Onboarding.

Sie sind in die Benutzeroberfläche der Applikationen integriert, damit die Anwender durch konkretes Ausführen von Tätigkeiten lernen.

4. Konnektivistisches Modell

Dabei handelt es sich um die derzeit jüngste Lernmethode. Sie setzt auf neue Technologien und kollektives Lernen.

Definition von Konnektivismus

Konnektivismus erklärt, wie Digitaltechnologie und Internet neue Möglichkeiten des Lernens geschaffen haben. Diese schließen unter anderem Websites, soziale Netzwerke, Diskussionsforen und E-Mails ein. Auf diese Weise können sich Mitarbeiter neues Wissen aneignen und dieses mit anderen teilen.

Wie integriert man diese Lernmethode in das betriebliche Weiterbildungskonzept?

Konnektivismus geht davon aus, dass viel Wissen über soziale Medien vermittelt werden kann. Ermutigen Sie daher Ihre Mitarbeiter, Onlineausbildungen zu absolvieren. Beantworten Sie die Anliegen der Beschäftigten mit diesen Medien und vermitteln Sie Wissen auf diesem Weg. Fordern Sie die Beschäftigten dazu auf, das Internet aktiv für die Informationsbeschaffung zu nutzen und die Ergebnisse dann mit anderen zu teilen.

Auf diese Weise schaffen Sie eine vernetzte Community in Ihrem Unternehmen, die sich gegenseitig unterstützt.

5. Humanistisches Modell

Die humanistische Pädagogik stellt den Lernenden und seine Bedürfnisse in das Zentrum des Lernprozesses. Sie basiert auf psychologischen Arbeiten von Humanisten wie Carl Rogers und Abraham Maslow.

Definition der humanistischen Theorie

Die humanistische Pädagogik berücksichtigt alle Aspekte eines Individuums: Gedanken, Emotionen, Intellekt, soziale Kontakte sowie seine Fähigkeiten. Autonomie und Selbstachtung der Mitarbeiter sind daher die Voraussetzung für einen gelungenen Lernprozess. Ausbilder sollten ein wohlwollendes Klima schaffen und jedes Individuum als Person wertschätzen.

Wie integriert man das humanistische Modell in die betriebliche Weiterbildung?

Unterstützen Sie den Aufbau positiver Beziehungen zwischen den Mitarbeitern. Organisieren Sie Mitarbeiteressen oder Herausforderungen wie „den Mitarbeiter des Monats“. Setzen Sie auf Teambuilding-Aktivitäten, um den Zusammenhalt zu stärken. Grundlage ist, alle Angestellten als Individuen zu respektieren.

Helfen Sie ihnen dabei, nicht nur ihre beruflichen Ziele zu erreichen, sondern auch ihre persönlichen. Fordern Sie sie heraus und animieren Sie sie dazu, über sich hinauszuwachsen und sich neuen Challenges zu stellen.

Schlussfolgerung

Learning by Doing gehört zu den beliebtesten Lernkonzepten und hat sich als Weiterbildungsmethode bewährt. Es basiert auf dem konstruktivistischen Modell und unterstützt die Akzeptanz neuer Software in Unternehmen.

Das pädagogische Modell setzt auf praktisches Anwenden und steigert die Performance der Mitarbeiter. Das Behalten von Informationen wird verbessert und autonomes Arbeiten gefördert, was sich deutlich auf die Unternehmensergebnisse auswirkt.

Learning by Doing ist heute ein Bestandteil moderner Ausbildungsmethoden. Vertrauen Sie auf die Kompetenz von Goldfuchs Software, um diesen Ansatz in Ihrem Unternehmen umzusetzen.

Marielle Gantenberg

Marielle ist als Country Managerin verantwortlich für unsere DACH-Kunden. Sie unterstützt CIOs und HR-Leiter bei der Optimierung der Technologieakzeptanz und der Verbesserung von Geschäftsprozessen. Mit einer Leidenschaft für Innovation schreibt sie regelmäßig über Themen wie die Digitalisierung von HR-Prozessen und die Optimierung von ERP/CRM-Systemen. Entdecken Sie ihre Artikel im Blog von Goldfuchs Software für praktische Einblicke und maßgeschneiderte Lösungen für Ihre technologischen Herausforderungen.

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