- Was ist Learning by Doing?
- Warum sollte man im Unternehmen Learning by Doing umsetzen?
- Fallstudien: Erfolgreiche Integration von Learning by Doing
- 2. Unternehmen B: Ausbildung zur Verbesserung der Computer- und Netzwerksicherheit
- 3. Unternehmen C: Einführung eines neuen ERP-Systems
- Erfolgsfaktoren für die Einbindung von Learning by Doing
Learning by Doing ist eine Lernmethode, die den Akzent auf die Praxis und nicht auf die Theorie legt. Mit diesem aktiven Ansatz können die Mitarbeiter neues Wissen besser verankern und schneller in der täglichen Arbeit anwenden. In diesem Artikel erhalten Sie konkrete Beispiele, wie Unternehmen Learning by Doing erfolgreich in ihren Weiterbildungsprozess eingebaut und welche Ergebnisse sie damit erzielt haben.
Was ist Learning by Doing?
Learning by Doing basiert auf dem Ansatz, dass Lernende sich neues Wissen effizienter aneignen, wenn sie dieses direkt praktisch anwenden. Anstatt sich Vorträge anzuhören oder Wissen anzulesen, setzen sie das, was sie lernen sollen, sofort in die Praxis um. Mit dieser Weiterbildungsmethode kann man sich neue Informationen viel besser merken und versteht neue Vorgehensweisen schneller.
Warum sollte man im Unternehmen Learning by Doing umsetzen?
- Langfristiges Merken: Durch sofortige praktische Anwendung behalten Lernende neue Informationen besser.
- Gesteigerte Autonomie: Die Mitarbeiter werden autonomer und lernen, Probleme eigenständig zu lösen.
- Niedrigere Weiterbildungskosten: Präsenzschulungen, die oft teuer und zeitaufwendig sind, entfallen oder werden reduziert.
- Anpassung an Veränderungen: Die Akzeptanz neuer Vorgehensweisen und Technologien wird verbessert.
Fallstudien: Erfolgreiche Integration von Learning by Doing
1. Unternehmen A: Einführung eines neuen CRM-Systems
Kontext: Unternehmen A, ein Handelsunternehmen, musste ein neues CRM-System einführen, um das Kundenbeziehungsmanagement zu verbessern. Die Herausforderung bestand darin, dass die Vertriebsteams das neue Tool schnell akzeptieren und effizient einsetzen sollten.
Lösung: Das Unternehmen integrierte interaktive Anleitungen und kontextbezogene Tutorials direkt in die Benutzeroberfläche der CRM-Software. Durch die Ausführung konkreter Tätigkeiten lernten die Mitarbeiter mithilfe von Tooltipps und praktischen Beispielen schnell den Umgang mit der Software.
Ergebnisse:
- Reduzierung des Zeitaufwands für die Weiterbildung um 50 %.
- Bessere Akzeptanz der Software: 90 % der User konnten innerhalb von zwei Wochen mit ihr umgehen.
- Reduzierung der Supportanfragen um 30 %.
2. Unternehmen B: Ausbildung zur Verbesserung der Computer- und Netzwerksicherheit
Kontext: Unternehmen B, ein Anbieter von Finanzdienstleistungen, musste seine Mitarbeiter im Hinblick auf die Computer- und Netzwerksicherheit schulen. Die bereits durchgeführten theoretischen Ausbildungen hatten bei den Beschäftigten kein Engagement hervorgerufen.
Lösung: Das Unternehmen entwickelte konkrete Szenarios, in deren Rahmen die Mitarbeiter simulierte Cyberangriffe erkennen und entsprechend reagieren mussten. Zu den Übungen gehörten simulierte Phishing-Versuche, Sicherheitstests für Passwörter und die Reaktion auf Zwischenfälle.
Ergebnisse:
- Verbessertes Behalten von Informationen über die Computer- und Netzwerksicherheit um 70 %.
- Höhere Wachsamkeit der Mitarbeiter in Bezug auf Bedrohungen.
- Reduzierung der bekannten Sicherheitszwischenfälle um 40 %.
3. Unternehmen C: Einführung eines neuen ERP-Systems
Kontext: Unternehmen C, ein Produktionsbetrieb, hat ein neues ERP-System eingeführt, um Produktionsprozesse und Lagermanagement zu optimieren. Die Umstellung auf die neue Software war für die Mitarbeiter eine große Herausforderung.
Lösung: Das Unternehmen nutzte Weiterbildungsmodule, die auf Learning by Doing basieren, sodass die Mitarbeiter anhand realer Szenarios den Umgang mit dem neuen ERP-System lernen konnten. Die Module enthielten praktische Fälle für Lagermanagement, Produktionsplanung und Auftragsmanagement.
Ergebnisse:
- Reduzierung der Umstellungsphase auf das neue ERP-System um 60 %.
- Präzisere Daten für das Lagermanagement.
- Steigerung der Produktivität um 20 % dank eines besseren Verständnisses für das System.
Erfolgsfaktoren für die Einbindung von Learning by Doing
1. Personalisierung der Weiterbildung
Passen Sie die Module zur Weiterbildung an die spezifischen Bedürfnisse des Unternehmens und der Mitarbeiter an. Eine personalisierte Ausbildung bezieht die Lernenden ein und bringt bessere Ergebnisse.
2. Einsatz interaktiver Tools
Integrieren Sie interaktive Tools wie Schritt-für-Schritt-Anleitungen, Videotutorials und Simulationen konkreter Szenarios. Solche Tools machen das Lernen dynamischer und immersiver.
3. Überwachen und Beurteilen
Nutzen Sie Mechanismen, mit deren Hilfe Sie den Fortschritt der Lernenden überwachen und die Effizienz der Weiterbildungen beurteilen können. Verbessern Sie die Ausbildungsmodule kontinuierlich auf der Basis von Feedbacks.
4. Kontinuierliche Anwendung fördern
Fordern Sie die Mitarbeiter dazu auf, das Gelernte regelmäßig anzuwenden. Wiederholung ist für die Verankerung von Wissen und eine dauerhafte Umsetzung wichtig.
5. Unterstützung und Begleitung
Begleiten Sie die Lernenden dauerhaft und individuell, um ihnen dabei zu helfen, Probleme zu überwinden und sich neue Kompetenzen anzueignen.
Learning by Doing ist eine wirkungsvolle Weiterbildungsmethode, um die Akzeptanz neuer Software oder neuer Vorgehensweisen im Unternehmen zu beschleunigen. Wenn Sie die Lernenden mit konkreten Tätigkeiten konfrontieren, dann hilft dieser Ansatz dabei, Wissen schneller zu verankern, autonomer zu werden und sich besser an Veränderungen anzupassen. Die Beispiele von Unternehmen, die Learning by Doing erfolgreich genutzt haben, zeigen die zahlreichen Vorteile dieser Methode auf.



