Discussion – 

0

Digital Learning: Wie schulen Sie Mitarbeiter am besten im Umgang mit digitalen Tools?

Digital Workplace, HRIS-Software, ERP-System, Einkaufssoftware, CRM-System, interne Tools: Die Anzahl digitaler Hilfsmittel in Unternehmen steigt stetig an. Doch wie gut werden sie von den Mitarbeitern genutzt? Im Zuge des digitalen Wandels ist es unabdingbar, dass alle User die Software, mit der sie arbeiten, auch beherrschen. Digital Learning bietet Unternehmen in diesem Zusammenhang innovative Möglichkeiten, um die Mitarbeiter in digitalen Tools zu schulen:

  1. Digital Adoption Platform (DAP)
  2. Learning Management System (LMS)
  3. E-Learning-Platform
  4. Learning Experience Platform (LXP)

Lesen Sie mehr über 4 Digital-Learning-Lösungen, mit denen Sie Ihre Mitarbeiter im Zeitalter der digitalen Transformation weiterbilden.

1. Digital Adoption Platform (DAP)

Der Begriff Digital Adoption Platform sagt Ihnen nichts? Kein Problem, hier kommt die Definition: Eine Digital Adoption Platform (digitale Adoptionsplattform bzw. Plattform für digitale Akzeptanz) ist eine Lösung, mit der man Usern durch eingebettete interaktive Anleitungen Schritt für Schritt erklärt, wie sie ein digitales Tool richtig nutzen.

Das Prinzip: Die Anwender können bei Unklarheiten direkt in der Software auf eine interaktive Anleitung zugreifen und sich so schulen. Ob es darum geht, eine Vertriebschance im CRM Salesforce zu hinterlegen, Zahlungsoptionen in der HRIS-Software Workday zu aktualisieren oder einen neuen Vertrag mit dem ERP-System Dynamics 365 zu erstellen: In allen Fällen werden die Anwender Schritt für Schritt instruiert.

Merkmale einer DAP

Sie fragen sich nun, warum man das Software-Training mit einer Digital Adoption Platform durchführen sollte? Hier sind 5 Vorteile von digitalen Adoptionsplattformen.

  1. Der User muss die Software nicht verlassen, um sich zu schulen: Die eingebetteten interaktiven Anleitungen sind direkt im Tool verfügbar und der User kann problemlos auf sie zugreifen.
  2. Die Schulung erfolgt in Echtzeit: Der Mitarbeiter erhält dann Hilfe, wenn er sie braucht, da die interaktiven Anleitungen täglich rund um die Uhr verfügbar sind.
  3. Über die Software kann kommuniziert werden: Push-Benachrichtigungen machen es möglich, den Anwendern Informationen zu senden, und zwar zum richtigen Zeitpunkt.
  4. Fortbildungen können einfach personalisiert und schnell aktualisiert werden: Weiterbildungsverantwortliche aktualisieren und personalisieren die Lerninhalte mit nur wenigen Klicks, denn die interaktiven Anleitungen sind nicht statisch.
  5. Digitale Tools werden besser akzeptiert: Da Digital Adoption Platforms userorientiert sind, ist dieser motivierter, die Digitaltechnologie zu nutzen. Die Tools werden besser akzeptiert und sind langfristig effizienter.

Fazit: Digitale Adoptionsplattformen machen eine individuelle Unterstützung der User bei der Arbeit mit digitalen Tools möglich und optimieren so das Software-Training (Kosten, Zeit usw.). Sie sind eine ideale Lösung, um Schulungen für Systeme wie Digital Workplace, HRIS, CRM, ERP oder Einkaufssoftware zu erstellen und zu optimieren.

Das sollten Sie über DAPs wissen

Plattformen für digitale Akzeptanz sind gute Hilfsmittel für Software-Trainings, denn das ist ihr eigentlicher Zweck. Allerdings kann man mit ihnen die Mitarbeiter nicht in Dingen schulen, die keinen Zusammenhang mit der Digitaltechnologie haben. Insofern sind DAPs eine Ergänzung zu anderen Fortbildungsformaten wie Präsenzschulungen, deren Stärke wiederum in der Vermittlung von Soft Skills (soziale Kompetenz, technisches Know-how …) liegt. Die Kombination beider Ansätze nennt man Blended Learning.

Doch es gibt noch andere Lösungen für Digital Learning.

2. Learning Management System (LMS)

Ein Learning Management System (LMS) ist schlicht und einfach ein Lernmanagementsystem. Doch was bedeutet das in der Praxis?

Mit einem LMS können Unternehmen auf einer einzigen Plattform Schulungen erstellen, verwalten sowie den Lernfortschritt überwachen.

Merkmale eines LMS

Zu den wichtigsten Merkmalen eines Learning Management Systems zählen:

  • die Steuerung der Schulungsstrategie und die Abwicklung aller damit verbundenen administrativen Tätigkeiten (Budgetierung, Planung, Reporting usw.)
  • die zentrale Verwaltung aller Schulungsinhalte (Lernmodule, Bewertungstools usw.)
  • die Vernetzung aller am Fortbildungsprogramm beteiligten Akteure (Trainer, Lernende, Weiterbildungsverantwortliche) und die bessere Überwachung des Angebots
  • eine bessere Kommunikation und Zusammenarbeit der verschiedenen Beteiligten (virtuelle Community, Blog, Mailbox etc.)

Kurz: Mit einem LMS strukturieren und steuern Sie die Weiterbildungsstrategie von A bis Z!

Das sollten Sie über das LMS wissen

Lernmanagementsysteme sind zwar praktische Hilfsmittel, um das gesamte Schulungsangebot eines Unternehmens zu verwalten, die Inhalte zu zentralisieren und die Akteure zu vernetzen, doch sie sind nicht zwangsläufig immer die optimale Lösung. Der Grund ist schnell erklärt: Ein Learning Management System ist auf Onlinefortbildungen ausgerichtet, bei denen sich Lernende autonom theoretisches Wissen aneignen (Onboarding, Sicherheit, Pflichtfortbildungen). Umgekehrt aber kann eine solche Lernplattform keine Weiterbildungen ersetzen, die technisches Wissen oder manuelle Kenntnisse vermitteln sollen (Handwerk, Kunst usw.). Doch ein Learning Management System kann – wie die digitale Adoptionsplattform – parallel zu anderen Fortbildungsmodulen eingesetzt werden, wobei man auch hier von Blended Learning spricht.

Hier erfahren Sie mehr über das Learning Management System von Goldfuchs Software!

Nach DAP und LMS kommen wir nun zu einem dritten Tool für Digital Learning.

3. E-Learning-Plattform

Wenn es einen Begriff im Zusammenhang mit Digital Learning gibt, den man nicht mehr erklären muss, dann ist das E-Learning! Oder doch? Was versteht man unter einer E-Learning-Plattform genau?

Eine E-Learning-Plattform ist ein Schulungstool, mit dem Lernende selbstständig online lernen.

Nicht mehr und nicht weniger! Doch auf diese knappe Information wollen wir uns nicht beschränken, deshalb erfahren Sie in der Folge noch mehr darüber.

Merkmale einer E-Learning-Plattform

Mit einer E-Learning-Plattform kann man:

  • Ein Fortbildungsangebot erstellen, das online verfügbar ist, und zwar jederzeit.
  • Den Lernfortschritt der Lernenden direkt auf der Plattform verfolgen.

E-Learning-Plattformen stellen also Lerninhalte zur Verfügung, mit denen Lernende autonom an jedem beliebigen Ort lernen können. Besonders geeignet ist das, um sich theoretisches Wissen oder Basiskenntnisse in einem bestimmten Bereich anzueignen.

Das sollten Sie über E-Learning-Plattformen wissen

E-Learning-Plattformen sind für verschiedene Einsatzzwecke hervorragend geeignet, für andere jedoch weniger. Dazu gehören vor allem Softwareschulungen (da die User in diesem Fall die Schulung außerhalb der Software absolvieren) sowie die umfassende Steuerung des betrieblichen Weiterbildungsangebots (da sie nicht auf die administrative Abwicklung von Schulungen ausgelegt sind). Zudem ist es aufwendig, die Lernenden zu motivieren und die Lerninhalte auf einem aktuellen Stand zu halten, sodass solche Tools nicht gerade als Synonym für Kostenoptimierung im Fortbildungswesen gelten.

4. Learning Experience Platform (LXP)

Learning Experience Platform? Schon wieder so ein Begriff aus der Sprache Shakespeares!

Eine Learning Experience Platform ist ein Hilfsmittel, um Lernenden positive Lernerfahrungen zu bieten und maßgeschneiderte Lernpfade zu erstellen. Dazu werden Inhalte zusammengetragen, gefiltert, aufbereitet und Empfehlungen aufgrund der individuellen Situation des Lernenden erstellt.

Das hört sich komplex an, ist es aber nicht.

Merkmale der LXP

Zu den wichtigsten Merkmalen einer Learning Experience Platform zählen:

  • eine anwenderorientierte Benutzeroberfläche (intuitiv, personalisiert, mit individuellen Empfehlungen) durch den Einsatz von Adaptive Learning und Social Learning
  • verschiedenartige Lerninhalte (Artikel, Videos, Podcasts …)

Pendants zu LXPs aus dem modernen, nicht beruflichen Alltagsleben sind etwa Plattformen wie Netflix und YouTube, denn wie bei diesen Tools passt sich auch die Benutzeroberfläche einer Learning Experience Platform aufgrund der individuellen Interaktionen an. Jeder Lernende macht also individuelle Erfahrungen!

LXPs werden genutzt, um den Mitarbeitern theoretisches Wissen in Verbindung mit ihren persönlichen Interessen zu vermitteln.

Das sollten Sie über LXPs wissen

Eine Learning Experience Platform passt sich zwar optimal an die Erwartungen und Interessen der Lernenden an, dadurch kann man jedoch unter Umständen das eigentliche Lernziel aus den Augen verlieren. Eine zu starke Personalisierung und zu intensive Interaktionen mit der Schnittstelle können Lernende unter Umständen verunsichern, welche Inhalte tatsächlich wichtig sind.

DAP, LMS, E-Learning, LXP: Nun kennen Sie die wichtigsten Lösungen in Verbindung mit Digital Learning.

Digital-Learning-Plattformen: Anwendungsfälle

Sie müssen sich für eine Digital-Learning-Plattform entscheiden und wissen nicht, welche am besten zum Kontext und den Anforderungen Ihres Unternehmens passt? Hier ist eine Übersicht über die verschiedenen Lösungen und ihre Anwendung!

Art der PlattformAnwendung
DAPUser im Umgang mit digitalen Tools schulen
LMSDie Weiterbildungsstrategie steuern
E-Learning-PlatformMitarbeitern theoretisches Wissen und/oder Basiskenntnisse in einem bestimmten Bereich vermitteln
LXP Mitarbeiter in Zusammenhang mit ihren Interessen schulen

Nun kennen Sie die Vorteile der verschiedenen Lösungen und wissen, worin sie sich unterscheiden. Auf dieser Basis können Sie die geeignetste Digital-Learning-Lösung wählen. Also, welche Digital-Learning-Lösung haben Sie ins Auge gefasst?

Tags:

Marielle Gantenberg

Marielle ist als Country Managerin verantwortlich für unsere DACH-Kunden. Sie unterstützt CIOs und HR-Leiter bei der Optimierung der Technologieakzeptanz und der Verbesserung von Geschäftsprozessen. Mit einer Leidenschaft für Innovation schreibt sie regelmäßig über Themen wie die Digitalisierung von HR-Prozessen und die Optimierung von ERP/CRM-Systemen. Entdecken Sie ihre Artikel im Blog von Goldfuchs Software für praktische Einblicke und maßgeschneiderte Lösungen für Ihre technologischen Herausforderungen.

Sie können auch mögen