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Was ist Learning by doing?

Learning by doing ist eine Methode, bei der man durch unmittelbares Anwenden lernt. Diese aktive Lernmethode steht damit im Gegensatz zum theoretischen Lernen. Durch Learning by Doing fällt Lernen viel leichter und der Lernende behält Informationen schneller.

Wozu dient Learning by doing?

Das Konzept Learning by Doing zielt darauf ab, den Lernprozess zu verbessern. Wie funktioniert das? Durch aktives Lernen erinnert sich der Lernende langfristig an das, was er gelernt hat.

Gemäß der Lernpyramide ist Anwenden eine der erfolgversprechendsten Methoden, um sich Informationen zu merken. Während man zum Beispiel von Vorträgen und Vorlesungen weniger als 10 % des Gehörten behält, merkt man sich 90 % der Informationen, wenn man andere unterrichtet oder anderen etwas erklärt.

Wie funktioniert Learning by doing?

Learning by doing basiert auf zwei zentralen Punkten:

  • Nachahmung

Mitarbeiter in Unternehmen lernen eine neue Tätigkeit schneller, wenn sich alle Beteiligten gleich verhalten.

  • Wiederholung

Sobald eine neue Tätigkeit einmal ausgeführt ist, reicht es, sie zu wiederholen. Durch mehrfaches Umsetzen begegnet der Lernende immer wieder denselben Schwierigkeiten und lernt auf autonome Art, diese zu überwinden.

Ein praktisches Beispiel

Nehmen wir Fahrradfahren als Beispiel. Um Radfahren zu lernen, gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Der Lernende besitzt eine Anleitung mit dem Titel „Wie benutze ich ein Fahrrad?“. Er studiert diese Anleitung und versucht, sich so viele Informationen wie möglich einzuprägen. Steht er dann konkret vor seinem Fahrrad, versucht er, sich an das Gelernte zu erinnern und es in die Praxis umzusetzen.
  2. Der Lernende beginnt sofort, sich praktisch mit dem Fahrrad zu beschäftigen. Nach kurzer Zeit versteht er, wie die Pedale, der Lenker, die Gangschaltung usw. funktionieren.

Während des Lernprozesses wird der Lernende immer wieder stimuliert. Er versteht schnell, welche Bewegungsabläufe er nacheinander ausführen muss; er macht Fehler und merkt, wie er diese in Zukunft vermeidet.

Welchen Nutzen bietet Learning by doing?

Mit der Learning-by-doing-Methode lernen Mitarbeiter im Unternehmen besser und schneller und das Unternehmen profitiert in mehreren Punkten. Einige Beispiele:

  • Informationen werden langfristig gemerkt.

Der Lernende setzt das, was er lernt, sofort um und nicht erst nach der Schulung. Dadurch, dass er das Gelernte bereits in die Praxis umgesetzt hat, vergisst er es weniger leicht. (Daher kommt auch der berühmte Spruch: „Radfahren verlernt man nicht.“)

  • Die Mitarbeiter arbeiten effizienter und werden autonomer.

Die Beschäftigten lernen in ihrem Tempo. Sie können selbstständig mit auftretenden Schwierigkeiten umgehen und werden durch ständiges Wiederholen effizienter.

  • Zeitersparnis und geringere Ausbildungskosten.

Durch Learning by Doing hat der Mitarbeiter die Möglichkeit, dann zu lernen, wenn er Zeit dafür hat. Klassische Fortbildungen, die meist teuer und zeitaufwendig sind, entfallen. Der Mitarbeiter bildet sich selbst aus.

  • Veränderungsmanagement begleiten.

Manche Menschen reagieren zurückhaltend auf Veränderungen im Unternehmen. In diesem Fall steht die Ausbildung allen offen und kann an die individuellen Bedürfnisse angepasst werden. Jeder Einzelne kann durch Learning-by-doing bei Veränderungsprozessen begleitet werden.

Beim Prinzip des Learning by doing werden die Arbeitnehmer mit einbezogen. Der Lernende merkt sich nicht nur eine Information, sondern er versteht sie.

Learning by doing in Unternehmen

Learning by doing verleiht herkömmlichen Ausbildungen einen Mehrwert und macht sie vor allem durch das Engagement der Mitarbeiter effizienter.

Im Übrigen ist Learning by Doing ein interessanter Aspekt im Rahmen von Veränderungsmanagement.

Gibt es eine bessere Methode, Veränderungen zu akzeptieren, als sie konkret umzusetzen? Mit Learning by doing erhalten Ihre Mitarbeiter alle Hilfsmittel, um eine positive Einstellung gegenüber der Veränderung anzunehmen und diese zu verstehen.

Learning by doing und digitale Tools

Im Rahmen der digitalen Transformation werden mehr und mehr Tools eingesetzt, deren Handhabung gelernt werden muss. Learning by Doing ist eine Möglichkeit, mit der die Mitarbeiter durch praktische Umsetzung lernen: Sie lernen also durch den Lernprozess an sich.

Mit der Learning-by-doing-Methode bleiben die Mitarbeiter bei der Einführung neuer Tools in das Tagesgeschäft nicht passiv.

Learning by doing im Rahmen digitaler Tools einzusetzen, bedeutet, die digitalen Tools zu nutzen! Mithilfe von Software, zum Beispiel einer Digital Adoption Platform, werden die Anwender Schritt für Schritt beim Lernen angeleitet, und zwar direkt in der Software. 

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Marielle Gantenberg

Marielle ist als Country Managerin verantwortlich für unsere DACH-Kunden. Sie unterstützt CIOs und HR-Leiter bei der Optimierung der Technologieakzeptanz und der Verbesserung von Geschäftsprozessen. Mit einer Leidenschaft für Innovation schreibt sie regelmäßig über Themen wie die Digitalisierung von HR-Prozessen und die Optimierung von ERP/CRM-Systemen. Entdecken Sie ihre Artikel im Blog von Goldfuchs Software für praktische Einblicke und maßgeschneiderte Lösungen für Ihre technologischen Herausforderungen.

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